Speeches and Statements

  • 18.07.2005

    Einweihung der Gedenk- und Dokumentationsstätte "Zellentrakt" im Rathaus Herford, dem früheren Polizeigefängnis im Kellergeschoß des Hauses

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Es gilt das gesprochene Wort!
    Runde Gedenktage, wie wir sie in diesem Jahr anlässlich des 60.
    Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager
    begangen haben, bergen die Gefahr in sich, als Schlussstrich empfunden
    zu werden. Mit großem Aufwand werden Veranstaltungen organisiert,
    inhaltsreiche, Anteil nehmende Reden gehalten und - damit verbunden -
    oftmals Gedenkorte der unterschiedlichsten Art eingeweiht ...

  • 30.05.2005

    Zusammentreffen von Staatspräsident Moshe Katzav mit Vertretern der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Es gilt das gesprochene Wort! Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstraße 79/80, Berlin am 30. Mai 2005
    Hinter uns liegen dunkle, schwere Tage des Gedenkens an das Kriegsende
    und die Befreiung der Konzentrationslager vor 60 Jahren. Viele von uns
    besuchten zu diesem Anlass die Gedenkfeiern in den ehemaligen Lagern ...

  • 10.05.2005

    Einweihung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Paul Spiegel

    Es gilt das gesprochene Wort!
    Als die Alliierten 1945 die Konzentrations- und Vernichtungslager
    befreiten, glaubten viele Überlebende, mit dem Ende des Holocaust sei
    die Geißel des Antisemitismus überwunden. Heute, 60 Jahre später,
    bekennt sich der Nobelpreisträger und Buchenwald-Überlebende Elie
    Wiesel voller Sorge zu seiner damaligen Naivität: "Wenn man mir 1945
    gesagt hätte, dass ich 2005 gegen den Antisemitismus kämpfen würde,
    hätte ich das nie geglaubt ...

  • 26.04.2005

    Zwischen allen Stühlen - Zur Rolle des Zentralrats der Juden in Deutschland im Geflecht der deutsch-israelischen Beziehungen

    Vortrag von Dr. Salomon Korn anlässlich einer Tagung der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Thema: 40 Jahre Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel

    In den vergangenen fünf Jahrzehnten wurde der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland häufig eine Brückenfunktion innerhalb der deutsch-jüdisch-israelischen Beziehungen zugeschrieben - allerdings nur von deutscher Seite. Aus offizieller israelischer Sicht waren die in Deutschland lebenden Juden einer solchen Rolle nicht würdig ...

  • 17.04.2005

    60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel anlässlich der Gedenkfeier

    in der Gedenkstätte Bergen-Belsen am 17. April 2005







    - Es
    gilt das gesprochene Wort -






    Die nationalsozialistischen
    Konzentrationslager, Zwangsghettos und Todesstätten waren in sich
    abgeschlossene Welten. Welten, die sich zusammensetzten aus all dem, was jeder
    Mensch fürchtet und verabscheut: Schmerz, Dreck, Verrat, Brutalität,
    Einsamkeit, Hunger, Durst, Angst, Kälte, Krankheit, Gier – und Tod ...

  • 10.04.2005

    60. Jahrestag der Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrationslager

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel anlässlich der zentralen Gedenkveranstaltung

    Deutsches Nationaltheater Weimar am 10. April 2005

    (Es gilt das gesprochene Wort) Aus
    streng wissenschaftlicher Sicht zählt das Konzentrationslager
    Buchenwald nicht zur Kategorie der Vernichtungslager. Unter
    Berücksichtigung der überlieferten Daten und Fakten mag dies zutreffend
    sein. Mit dem Erleben der Menschen, die die Hölle von Buchenwald
    durchleiden mussten, haben solche methodischen Einordnungen jedoch rein
    gar nichts zu tun ...

  • 09.11.2004

    Erzwungene "Normalität"

    Rede von Dr. Salomon Korn zur 66. Wiederkehr des 9. November 1938 in der Westendsynagoge, Frankfurt am Main

    Vor 66 Jahren wurden im gesamten Deutschen Reich Synagogen
    angezündet, Geschäfte jüdischer Deutscher zerstört, Wohnungen
    geplündert, jüdische Menschen geschlagen, gequält, gefoltert,
    ver­gewaltigt. Das alles geschah, mit Ausnahme der Vergewaltigungen und
    Folterungen, öffentlich – nicht in der asiatischen Steppe, sondern im
    Herzen Europas, in der Mitte jenes Landes, das bis dahin zu den
    zivilisiertesten Ländern zählte ...

  • 09.11.2004

    Der "neue Antisemitismus" - Altes Gift mit neuem Etikett

    Rede von Dr. Dieter Graumann - Frankfurt/Main

    Rede von Dr. Dieter
    Graumann, Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland
    und Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, anlässlich der
    offiziellen Gedenkveranstaltung für die Pogromnacht vom 9. November
    1938 in der Paulskirche in Frankfurt/Main am 9. November 2004 In Europa blüht die alte Seuche neu auf Der 9 ...

  • 09.11.2004

    Grundsteinlegung Neue Synagoge Gelsenkirchen

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Platz der alten Synagoge Ecke Gildenstraße/ Georgstraße in Gelsenkirchen am 09. November 2004 (Es gilt das gesprochene Wort) die
    gerade skizzierten Empfindungen werden von vielen Nichtjuden geteilt:
    Die Mehrheit der nichtjüdischen deutschen Bevölkerung empfindet den Bau
    neuer Synagogen und die damit verbundene Wiederbelebung jüdischen
    Lebens als erfreulich oder doch zumindest positiv ...

  • 09.11.2004

    Zentrale Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die Pogromnacht vom 9./10. November 1938

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Robert-Schumann-Saal, museum kunst-palast, Ehrenhof 3-4, Düsseldorf am 09. November 2004 (Es gilt das gesprochene Wort)
    In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die deutsche
    Bevölkerung auf die Probe gestellt. Die übergroße Mehrheit versagte
    kläglich. Ganz im Sinne Hitlers konnte sich die NS-Führungsriege durch
    das passive, feige Verhalten der nichtjüdischen Bürgerinnen und Bürger
    in ihrem menschenverachtenden Vorgehen gegen die Juden bestärkt fühlen ...

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