Antisemitismus-Seminar der EU-Kommission / Konflikt mit jüdischen Organisationen
Zuversichtlich reagierte der Präsident des Zentralrats der Juden
in Deutschland, Paul
Spiegel, auf die Nachricht aus Brüssel, dass die beabsichtigte
Antisemitismuskonferenz
nun doch wieder stattfinden könnte. "In einer Situation des in der
Gewaltbereitschaft
stetig steigenden Antisemitismus ist die Kooperation wichtiger als
die Konfrontation."
"Gleichwohl," so Spiegel weiter, "hat es einige Vorkommnisse in
den letzten Monaten
gegeben, die zu erheblichem Befremden Anlass geben. Dies kann
schnell zu dauerhaften
Konfrontationen führen, die wir nötigenfalls auch durchkämpfen
werden."
Hierzu gehören unter anderem die von der Wiener EUMC in Auftrag
gegebene und
zunächst unterdrückte Antisemitismusstudie wie auch die
unkontrollierte Finanzierung
fragwürdiger palästinensischer Projekte. "Es gibt einigen
Gesprächs- und Klärungsbedarf,"
so Spiegel, "und dafür ist die Konferenz eine wichtige Gelegenheit
um
sachlich und mit dem gebotenen Ernst nach einer Verständigung und
gemeinsamen
Initiativen zu suchen."