April 21st, 2002

Einseitige Israelkritik der FDP

Das Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland ist empört und besorgt über die Einseitigkeit der Israelkritik durch die FDP.
Den unerträglichen Bewertungen und der undifferenziert diffamierenden Kritik durch den stellvertretenden FDP-Vorsitzenden, Jürgen Möllemann ist von der FDP-Führung nie widersprochen worden.
Im Gegenteil: Der Parteivorsitzende Guido Westerwelle solidarisierte sich mit dieser Haltung. Er ging soweit, den Präsidenten des Zentralrats, Paul Spiegel aufzufordern, sich bei Jürgen Möllemann für die Kritik, die er geäußert hat, öffentlich zu entschuldigen.
Das Direktorium ist der Ansicht, dass nicht Paul Spiegel sich für eine berechtigte Kritik entschuldigen muss, sondern fordert die FDP auf, die emotionale Kritik gegen Israel einzustellen. Der Zentralrat ist der Meinung, dass sachliche Kritik am demokratischen Staat Israel selbstverständlich geäußert werden kann, aber Einseitigkeit, die innenpolitischen Zwecken dient und primitive Stammtischgedanken dürfen nicht Mittel einer demokratischen Partei sein.