January 21st, 2005

Erstes Treffen zwischen den Präsidien des Zentralrates der Juden in Deutschland und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

Die Intensivierung des christlich-jüdischen Dialogs, der Ausbau der Beziehungen auch auf der Arbeitsebene und die gemeinsame Sorge über einen latenten und wider erstarkenden Antisemitismus standen im Mittelpunkt eines ersten Treffens zwischen den Präsidien des Zentralrates der Juden in Deutschland und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am Nachmittag des 20. Januar 2005 im Haus der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt. Das Gespräch, das von einer offenen und konstruktiven Atmosphäre geprägt war, wurde von den Präsidenten Dr. Paul Spiegel und Prof. Dr. Hans Joachim Meyer geleitet. Auf der Seite des ZdK nahmen neben dem Präsidium auch Mitglieder des Gesprächskreises "Juden und Christen" teil.
Im Laufe des Gespräches regte Präsident Paul Spiegel einen ständigen Dialog zwischen den Juden und den Christen der beiden großen Konfessionen in Deutschland auf hoher und repräsentativer Ebene an. Die Vertreter des ZdK nahmen diese Anregung mit Interesse auf und berichteten über die mehr als 30jährige, erfolgreiche Arbeit des Gesprächskreises "Juden und Christen". Man kam überein, die Kontakte auch auf dieser Ebene zu intensivieren. Anschließend brachten die Mitglieder beider Institutionen ihre gemeinsame Sorge über den latenten und wider erstarkenden Antisemitismus in Deutschland und die strikte Ablehnung zum Ausdruck. Man war sich darin einig, dass solchen Tendenzen vor allem durch den Ausbau von Dialog, Begegnung und Aufklärung begegnet werden könne. Es wurde vereinbart, nach diesem ersten Gespräch den Dialog auch auf der Ebene der Präsidien fortzusetzen.
Für den Zentralrat der Juden nahmen an dem Gespräch teil: der Präsident Dr. Paul Spiegel, die Vizepräsidenten Charlotte Knobloch und Dr. Salomon Korn, die Präsidiumsmitglieder Dr. Dieter Graumann, Nathan Kalmanowicz, Albert Meyer, Dr. Josef Schuster, Johann Schwarz, und der Generalsekretär Stephan J. Kramer.
Das ZdK und sein Gesprächskreis "Juden und Christen" wurde vertreten durch den Präsidenten Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, die Vizepräsidenten Renate Müller, Dr. Walter Bayerlein, Heinz-Wilhlem Brockmann, den Geistlichen Assistenten Bischof Dr. Gebhard Fürst und den Generalsekretär Dr. Stefan Vesper sowie die Gesprächskreismitglieder Prof. Dr. Hanspeter Heinz, Prof. Dr. Ernst Ludwig Ehrlich, Dr. Uri Kaufmann, Dr. Hans Hermann Henrix und Werner Trutwin.