
Zu Rosch Haschana 5771, das wir am 1. und 2. Tischri (9. und 10. September 2010) feiern, die besten Wünsche.

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, hat auf der gestrigen Sitzung des Direktoriums in Frankfurt am Main unter großer Zustimmung formal seine Kandidatur für die Wahl zum Präsidenten des Zentralrats Ende November 2010 erklärt.
Auf der am 28. November 2010 in Frankfurt/Main turnusgemäß stattfindenden Ratsversammlung werden drei Mitglieder des Präsidiums direkt gewählt. Aus dem Direktorium werden weitere sechs Mitglieder in das Präsidium gewählt. Die neun Mitglieder des Präsidiums werden sodann aus ihrer Mitte den Präsidenten sowie die beiden Vizepräsidenten wählen. Beide Gremiensitzungen werden unmittelbar im Anschluss an die Ratsversammlung tagen, so dass mit einem Wahlergebnis am 28. November 2010 zu rechnen ist.
Der «kühne Bau» ist ein «weiteres selbstbewusstes Signal für die Heimkehr des deutschen Judentums», sagte die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Charlotte Knobloch am Freitag (3.9.10) bei der Feierstunde zur Eröffnung der neuen Synagoge Mainz, die exakt am Standort des 1938 von den Nazis zerstörten alten Gotteshauses errichtet worden ist. Unter den rund 500 Gästen des Festaktes war auch Bundespräsident Christian Wulff, der israelische Botschafter Yoram Ben Ze'ev und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). Bundespräsident Wulff nannte das Gotteshaus «ein Symbol des Vertrauens in unser Land». Das neue Gotteshaus, entworfen vom Kölner Manuel Herz, beeindruckt mit seiner Architektur. Die Außenwände ragen in alle Himmelsrichtungen, fünf hebräische Buchstaben bilden die Silhouette. Sie bezeichnen das Wort «Kedushah», das auf Deutsch segnen, heilig oder erhöhen bedeutet.
Leipzig – In der historischen Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig fand am 30. August 10 die feierliche Rabbinerordination der beiden Studenten des Rabbinerseminars zu Berlin, Shlomo Afanasev und Moshe Baumel, statt.
Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, unterstrich in Ihrem Grußwort anlässlich der Feierstunde die Bedeutung, die die Ordination für das Judentum in Deutschland heute hat. „Rabbiner geben unserer Gemeinschaft einen stabilen geistigen Unterbau“, sagte die Präsidentin und freut sich ganz besonders darüber, dass die beiden ordinierten Rabbiner ihr Leben in den Dienst deutschsprachiger Gemeinden stellen wollen. Auch der Präsident des World Jewish Congress, Ronald S. Lauder, freute sich über die Feierstunde in Leipzig, „einer Stadt, die neben ihrer Bedeutung als Kunst- und Musikmetropole vor allem auch für ein lebendiges Judentum gestern und heute steht.
Am 19. Juli 1950 wurde der Zentralrat der Juden in Deutschland in Frankfurt/Main gegründet. Das war vor genau 60 Jahren und es gab damals 15 000 Juden, die noch oder wieder auf deutschem Boden lebten. Seither hat sich viel geändert, die Mitgliederzahl ist aufgrund der Zuwanderung aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion gestiegen, das jüdische Leben ist bunter und vielfältiger geworden. 60 Jahre Zentralrat der Juden ist zum einen eine großartige Erfolgsgeschichte, zum anderen muss sich der Zentralrat mit seinen inzwischen über 105.000 Mitgliedern neuen Herausforderungen stellen.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland wurde vor sechs Jahrzehnten gegründet. Zum Jubiläum führt die Deutsche Welle ein Interview mit Generalsekretär Stephan J. Kramer.
Das Judentum, jüdisches Leben in Deutschland und aktuelle Fragen, die für die jüdische Gemeinschaft ebenso wie für die gesamte deutsche Öffentlichkeit von Interesse sind, stellen ein wichtiges Element der deutschen Medienberichterstattung dar. Der Zentralrat der Juden in Deutschland möchte mit seinem Mediendienst seinen Beitrag zu einer Anreicherung des Informationsflusses zu diesen Themen leisten. Die 6. Ausgabe des Mediendienstes ist eine Stellungnahme von Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, zu antiisraelischen Ausfällen im Gefolge der Militäroperation gegen die „Solidaritätsflotte“ für Gasa.
Die Zuwanderung von Juden aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion hat zu einer Neubauwelle von Synagogen in Deutschland geführt. Diese erfreuliche Entwicklung kann mithilfe des Synagogendossiers nachvollzogen werden. Zusammengestellt wurden diese Daten von Dr. Ulrich Knufinke, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa.
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