Pressemappe zur Verleihung des Leo-Baeck-Preises 2015

  • Presseerklärung

    Leo-Baeck-Preis 2015 für Bundestagsabgeordneten Volker Beck

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht in diesem Jahr auf einstimmigen Beschluss seiner Spitzengremien den Leo-Baeck-Preis an den Abgeordneten des Deutschen Bundestags, Volker Beck. Die Preisverleihung wird Anfang November in Berlin stattfinden.

  • Begrüßungsrede von Dr. Josef Schuster

    „Die Gottesebenbildlichkeit ist das, was jedem zukommt, jedem sein Gepräge gibt. (….) Im Wichtigsten und Entscheidenden sind wir gleich, alle ohne Unterschiede. (…) Wer immer ein anderer ist, mag er fern oder fremd oder auch feindlich zu mir stehen, er gehört zu mir, als Wesen von meinem Wesen, mit mir von Gottes wegen verbunden.“
    Mit diesen Worten des großen Rabbiners Leo Baeck darf ich Sie ganz herzlich im Namen des Zentralrats der Juden in Deutschland heute zu unserer Preisverleihung begrüßen!

  • Laudatio von Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen

    Sehr geehrter Herr Schuster,

    Herr Botschafter,

    werte Damen und Herren,

    lieber Volker Beck,


    „Es ist leicht, sich an Menschenliebe zu begeistern, sich tränenfeucht in ihr zu ergehen. (Aber) irgend einem, der nichts weiter als eben ein Mensch ist, Gutes zu tun, sein Menschenrecht durch Tat anzuerkennen, ist schwerer.“


    Große Worte vom großen Leo Baeck. Und für Baeck war dies kein hehrer Appell. Er hat diese Haltung gelebt. Als Lehrer, als Rabbiner, als Mensch hat er sich Zeit seines Lebens für Toleranz eingesetzt, für das Recht, für die Menschlichkeit. In den dunkelsten Zeiten unserer Geschichte – als Häftling in Theresienstadt – hat Leo Baeck die Hoffnung verkörpert. Seine Mitgefangenen haben in bewegenden Worten beschrieben, wie ihnen seine Güte, seine Hilfsbereitschaft und seine aufrechte Haltung in den schwersten Stunden eine Stütze war. Das ist bis heute unvergessen.

  • Rede von Volker Beck, MdB

    Leo Baeck war ein ganz Großer, a Mentsh. Er war Theologe, Seelsorger und - heute würde man sagen - ein mutiger und standhafter Menschenrechtsverteidiger.

    Es ist eine unermesslich große Ehre, diesen Preis verliehen zu bekommen. Die Größe seines Namens und Werkes, die Liste der bedeutenden Frauen und Männer, die diesen Preis vor mir erhielten, beeindrucken mich und deshalb stehe ich etwas kleinlaut und vor allem demütig vor Ihnen. Aber auch voller Stolz darauf, dass Sie mich für würdig befunden haben.

  • Jerusalem Duo

    Jerusalem Duo

    Die Harfistin Hila Ofek (geb. 1990) und der Saxophonist Andre Tsirlin (geb. 1988) haben nach ihrem Abschluss an der Jerusalem Academy of Music & Dance ihr sehr besonderes Duo gegründet. Es überschreitet die Grenzen üblicher Musikgenres: Eines der ältesten und eines der jüngsten Instrumente der Musikgeschichte, die Harfe und das Saxophon, eröffnen in ihrem Zusammentreffen bislang selten gehörte Klangerlebnisse.