Aktuell

  • 18.01.2017

    "Das Andenken an die Ermordeten wird mit Füßen getreten"

    Statement des Zentralratspräsidenten Dr. Schuster zur AfD-Rede von Björn Höcke

    Zur Rede des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke in Dresden erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    „Das Berliner Holocaust-Denkmal als „Denkmal der Schande“ zu bezeichnen, wie es Björn Höcke getan hat, ist zutiefst empörend und völlig inakzeptabel. Damit tritt Björn Höcke das Andenken an die sechs Millionen ermordeten Juden mit Füßen und relativiert das schwerste und in diesem Ausmaß einzigartige Menschheitsverbrechen der Geschichte. Die AfD zeigt mit diesen antisemitischen und in höchstem Maße menschenfeindlichen Worten ihr wahres Gesicht. Dass 70 Jahre nach der Schoah solche Aussagen eines Politikers in Deutschland möglich sind, hätte ich nicht zu glauben gewagt.“

  • 10.01.2017

    Neujahrsempfang bei Bundespräsident Gauck

    Zum letzten Mal in seiner Amtszeit hat am Dienstag (10.1.) Bundespräsident Joachim Gauck mit First Lady Daniela Schadt zum Neujahrsempfang ins Schloss Bellevue eingeladen. Unter den zahlreichen Teilnehmern war auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. Dr. Schuster überbrachte dem Bundespräsidenten im Namen der jüdischen Gemeinschaft alle guten Wünsche für das Jahr 2017.

  • 20.12.2016

    Bestürzung über den Angriff auf den Weihnachtsmarkt in Berlin

    „Mit großer Bestürzung hat der Zentralrat der Juden in Deutschland die Nachricht vom Angriff auf die Besucher des Berliner Weihnachtsmarktes aufgenommen. Wir sind zutiefst erschüttert. Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit, in der sich unsere Gesellschaft auf Werte wie Nächstenliebe, Güte und Frieden besinnt, wurde unser Land durch diesen abscheulichen Angriff erneut ins Mark getroffen.

    Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden. Den Verletzten wünschen wir rasche Genesung.

    Unser Denken und Handeln darf dennoch nicht von Terror und Angst vereinnahmt werden. Am 24. Dezember beginnen das Weihnachtsfest und das jüdische Lichterfest Chanukka. Mögen die Botschaften dieser beiden Feste uns Kraft spenden in diesen schweren Stunden.“

  • 06.12.2016

    Gemeinsame Erklärung des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Kultusministerkonferenz zur Vermittlung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in der Schule

    Das Judentum ist seit vielen Jahrhunderten integraler Bestandteil der deutschen und europäischen Kultur, Geschichte und Gesellschaft.
    Jüdisches Leben ist indes in vielen gesellschaftlichen Bereichen kaum sichtbar und wird, beispielsweise in Schulbüchern und anderen Bildungsmedien, vielfach nur auf einzelne Elemente oder auf einige wenige Epochen der Geschichte verkürzt, zum Teil verzerrt und undifferenziert dargestellt.

  • 30.09.2016

    "Uns stehen große Aufgaben bevor"

    Gedanken zum Jahreswechsel vom Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster

    Ein junger Mann, 16 Jahre alt, flüchtet 2015 ohne Eltern aus Afghanistan nach Deutschland. Er kommt in einem Flüchtlingsheim für unbegleitete Minderjährige unter, stellt Antrag auf Asyl. Er lernt Deutsch, besucht die Mittelschule, vom Heim wechselt er in eine Pflegefamilie, macht ein Praktikum und hat Aussicht auf eine Lehrstelle.

    Geglückte Integration?

    Eines Abends besteigt dieser junge Mann in der Nähe von Würzburg einen Regionalzug und greift fünf Menschen mit einer Axt und einem Messer an. Er verletzt sie schwer. Später ergeben die Ermittlungen, dass er im Auftrag des IS gehandelt hat.

    Das Attentat von Würzburg im Juli hat uns alle tief erschüttert. Es hat Gewissheiten in Frage gestellt und neue Unsicherheiten hervorgerufen. Wenn wir am Ende dieses Jahres Bilanz ziehen, dann gehört dieses Attentat zu den ganz bitteren Momenten. Denn der Attentäter war offensichtlich gut betreut. Mehr kann ein Sozialstaat plus ehrenamtliche Helfer wohl nicht für einen Menschen in seiner Situation tun. Niemand in seinem Umfeld bemerkte, wie radikal der junge Mann dachte. Und dann dieses Ergebnis.

  • 26.09.2016

    Feierliche Ordination von drei Rabbinern in Frankfurt

    In der prächtigen Westend-Synagoge in Frankfurt am Main sind am Montag (26.9.) drei neue orthodoxe Rabbiner ordiniert worden. Rabbiner Nosson Kaplan arbeitet bereits als Assistenzrabbiner der Jüdischen Gemeinde Osnabrück. Rabbiner Jochanan Guggenheim wird ab Oktober in Leipzig als Assistenzrabbiner zum Einsatz kommen, und Rabbiner Benjamin Kochan ist als Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde Erfurt sowie als Landesrabbiner von Thüringen tätig.

    An dem Festakt nahmen neben dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, und dem hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier auch Rabbiner Azaria Hildesheimer und Professor Meir Hildesheimer, die Nachfahren des Gründers des Rabbinerseminars, sowie zahlreiche prominente Rabbiner aus dem In- und Ausland sowie Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und rund 300 Gäste teil. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Yonathan Rose, dem Kantor der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, und von Rabbiner Joachanan Guggenheim gemeinsam mit den Rabbinern Zsollt Balla und Daniel Fabian umrahmt.

  • 24.09.2016

    Trauer um Max Mannheimer

    Der Shoa-Überlebende Max Mannheimer ist am Freitag im Alter von 96 Jahren in München gestorben. Zu seinem Tod erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    „Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit großer Betroffenheit die Nachricht vom Tod Max Mannheimers aufgenommen. Max Mannheimer ist mit überwältigendem und unermüdlichen persönlichen Einsatz an unzähligen Orten aufgetreten, um Zeugnis von der Shoa abzulegen. Er hat unendlich vielen jungen Menschen authentisch von den Schrecken der Shoa berichtet. Insbesondere für die Gedenkstätte Dachau hat sich Max Mannheimer bis zum Schluss mit Leidenschaft engagiert. Nicht nur die jüdische Gemeinschaft, sondern Deutschland insgesamt ist Max Mannheimer zu tiefem Dank verpflichtet.

  • 05.09.2016

    Erklärung zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

    Zur gestrigen Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    "In Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD mit ihrer Taktik, Ressentiments gegen Minderheiten zu schüren und Parolen statt Lösungen anzubieten, leider Erfolg gehabt. Offenbar ist vielen Wählern nicht klar oder sie nehmen es billigend in Kauf, dass sich die AfD weder in Mecklenburg-Vorpommern noch bundesweit klar vom rechtsextremen Spektrum abgrenzt. Die AfD ist keine Alternative für Deutschland, sondern ein Armutszeugnis für Deutschland.

  • 24.08.2016

    Eröffnung des Albert-Einstein-Gymnasiums in Düsseldorf

    Erste weiterführende jüdische Schule in Nordrhein-Westfalen

    Bei strahlendem Sonnenschein ist am Mittwoch (24. August) das neue jüdische Gymnasium in Düsseldorf eröffnet worden. An dem Festakt nahmen u. a. der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann und der Oberbürgermeister von Düsseldorf, Thomas Geisel, teil. Die Schule startet mit zwei Klassen mit insgesamt 37 Kindern und soll später vierzügig mit rund 700 Schülern werden.

  • 25.07.2016

    Gemeindetag 2016 findet im Dezember in Berlin statt

    Es ist wieder so weit: Vom 8. bis 11. Dezember 2016 lädt der Zentralrat der Juden in Deutschland unter dem Motto "Ein Dach, eine Familie" alle Mitglieder der jüdischen Gemeinden zum Gemeindetag nach Berlin ein! Es erwartet Sie ein attraktives und abwechslungsreiches Programm. Melden Sie sich jetzt an!

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