Aktuell

  • 28.04.2016

    Zentralrat der Juden trauert um André Berkal

    Am Mittwoch (27. April 2016) ist der langjährige Geschäftsführer des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, André Berkal sel. A., im Alter von 71 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Wir verlieren mit ihm einen engagierten und warmherzigen Menschen, der sich über Jahrzehnte für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt hat.

  • 08.04.2016

    "Wir stehen an eurer Seite"

    Große Kundgebung zum Welt-Roma-Day in Berlin

    Anlässlich des Welt-Roma-Tags am 8. April hat in Berlin eine große Kundgebung für Solidarität mit Sinti und Roma in Europa in der Nähe des Mahnmals für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma stattgefunden, an der auch Bundespräsident Joachim Gauck teilgenommen hat. Zu der Kundgebung hatte ein breites Solidaritätsbündnis aufgerufen, dem u. a. der Zentralrat der Juden in Deutschland angehört.

  • 01.04.2016

    Zum Tode von Hans-Dietrich Genscher

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit großer Betroffenheit auf den Tod von Hans-Dietrich Genscher reagiert.

    Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, erklärte:

    „Mit Hans-Dietrich Genscher geht ein großer Staatsmann von uns, der über Jahrzehnte hinweg die Geschichte Deutschlands geprägt hat. Als Außenminister war er maßgeblich an der europäischen Einigung und der deutschen Wiedervereinigung beteiligt.

  • 29.02.2016

    Aufruf zur Solidarität mit den Sinti und Roma Europas

    Zentralrat der Juden in Deutschland beteiligt sich an neuem Bündnis

    Roma und Sinti, Europas größte Minderheit, werden auf dem gesamten Kontinent aufgrund jahrhundertealter Vorurteile ausgegrenzt und benachteiligt. Das ist Antiziganismus. Dieser Rassismus gegen Sinti und Roma hat in den vergangenen Jahren europaweit eine neue Dimension erreicht. Auch in Deutschland sind die seit vielen Generationen hier beheimateten Sinti, die in den letzten Jahrzehnten zugewanderten und die derzeit asylsuchenden Roma Antiziganismus in allen Lebensbereichen ausgesetzt.

    Im Süden und Osten Europas leben die meisten Roma infolge des Antiziganismus in bitterer Armut. Bildung, die Chance auf Arbeit und Teilhabe an der Gesellschaft werden ihnen verwehrt. Sie erleben ständige Anfeindungen und gewaltbereiten Hass bis hin zum Mord. Von der Flucht in die Staaten Kerneuropas erhoffen sie sich ein menschenwürdiges und sicheres Leben. Doch stoßen sie hier erneut auf Antiziganismus. In der Flüchtlingsdebatte werden Roma zu Sündenböcken für die Überforderung der europäischen Gesellschaften gemacht.

  • 11.02.2016

    Aufruf: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

    Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt

    Deutschland ist ein demokratisches und weltoffenes Land, eingebettet in die Europäische Union als Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft, den universellen Menschenrechten verpflichtet. In Deutschland leben seit Jahrzehnten Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion zusammen. Der im Grundgesetz verankerte Schutz der Menschenwürde gilt für alle Menschen, gleich ob sie seit Generationen hier leben, zugewandert oder als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

  • 07.12.2015

    Statement zur Neu-Edition von "Mein Kampf"

    Zum Ablaufen des Urheberrechts von "Mein Kampf" am 31.12. 2015 und zur geplanten Neu-Edition erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    „Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist davon überzeugt, dass Hitlers judenverachtende Propagandaschrift „Mein Kampf“ verboten bleiben muss. Die Strafverfolgungsbehörden sollten mit aller Konsequenz gegen die Verbreitung und den Verkauf des Buches vorgehen. Nach dem Auslaufen des Urheberrechts ist die Gefahr sehr groß, dass dieses Machwerk verstärkt in den Markt gebracht wird.

  • 26.11.2015

    Flüchtlinge müssen in Deutschland gut integriert werden: Wir werden weiterhin unseren Beitrag dazu leisten

    Zur Debatte über die Flüchtlingspolitik in Deutschland erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    „Die politische Debatte über die Flüchtlingspolitik hat in den vergangenen Wochen eine große Eigendynamik entwickelt und dabei das Wesentliche, nämlich die aktive Hilfe für die Flüchtlinge, oftmals in den Hintergrund geraten lassen.

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland war eine der ersten Institutionen, die sich in der aktuellen Situation für die Aufnahme der schutzbedürftigen Menschen ausgesprochen hat. Es gehört zum jüdischen Selbstverständnis, Menschen in Not zu helfen und ihnen Schutz zu gewähren. Dies spiegelt sich im Grundrecht auf Asyl wider, welches zum höchsten Gut unserer Demokratie gehört.

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