Aktuell

  • 24.07.2017

    "Ich hoffe, dass sich die Lage wieder beruhigt"

    Zentralratspräsident Dr. Schuster zu den jüngsten Anschlägen in Israel

    Nach den Anschlägen der vergangenen Tage von Palästinensern auf Israelis und angesichts der Debatte über die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Tempelberg erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    „Mit großer Sorge verfolgen wir die Eskalation der Gewalt von palästinensischer Seite gegen Israelis. Der skrupellose Mordanschlag auf eine israelische Familie am Schabbat macht mich fassungslos. Dass in der ARD der Vater des Attentäters ausführlich die Tat seines Sohnes rechtfertigen darf, allerdings auch.

  • 17.07.2017

    "Missbrauch der Versammlungsfreiheit vorbeugen"

    Statement von Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster zur Debatte nach Rechtsrock-Konzert in Thüringen

    Nach einem Neonazi-Konzert im thüringischen Themar mit mehreren 1000 Teilnehmern am vergangenen Wochenende hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, erklärt:

    „Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut, das in einer Demokratie auf jeden Fall geschützt werden muss. Zugleich gilt es aber auch, einem Missbrauch dieser Freiheit vorzubeugen und unsere Demokratie zu schützen.

    Ich stimme dem thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in seiner Auffassung zu, dass ein Rechtsrock-Konzert nicht als politische Demonstration bewertet werden sollte, die unter die Versammlungsfreiheit fällt. Der Gemeinde Themar, die sich tapfer gegen das Neonazi-Festival gewehrt hatte, wurde es rechtlich unmöglich gemacht, das Konzert zu verbieten.

  • 26.06.2017

    Harry Schnabel ins Präsidium des Zentralrats gewählt

    Das Direktorium hat am Sonntag (25.6.) als Nachfolger des im März verstorbenen Heinz-Joachim Aris sel. A. Harry Schnabel aus Frankfurt/M. ins Präsidium gewählt. Harry Schnabel ist Mitglied im Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und dort für Finanzen und Steuern sowie das Schulressort zuständig.
    Der 61-jährige Diplom-Kaufmann ist seit 2015 Mitglied im Direktorium des Zentralrats. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Harry Schnabel, der sowohl ein hohes Organisationstalent als auch viel Erfahrung aus der Gemeindearbeit mitbringt“, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster.

  • 13.06.2017

    Offener Brief an den Deutschen Bundestag

    NGOs fordern Umsetzung der Empfehlungen des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus

    Mit einem offenen Brief haben der Zentralrat der Juden in Deutschland und weitere deutsche Nichtregierungsorganisationen den Bundestag aufgefordert, die Hauptforderungen des Berichts vom „Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus des Deutschen Bundestages“ zur Antisemitismusbekämpfung noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen.

  • 17.05.2017

    Initiative Kulturelle Integration stellt 15 Thesen für gesellschaftliches Zusammenleben vor

    Gestern hat die Initiative kulturelle Integration, der auch der Zentralrat der Juden in Deutschland angehört, 15 Thesen zu „Zusammenhalt in Vielfalt“ in Berlin vorgestellt und sie anschließend Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel überreicht. Die Initiative kulturelle Integration ruft Einzelpersonen genauso wie Organisationen, Vereine oder auch Unternehmen zur Mitunterzeichnung der Thesen auf.

    Initiatoren der Initiative kulturelle Integration sind der Deutsche Kulturrat, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Neben den Initiatoren gehören 23 weitere Mitglieder aus der Zivilgesellschaft, den Kirchen und Religionsgemeinschaften, den Medien, den Sozialpartnern, den kommunalen Spitzenverbänden und der Kultusministerkonferenz der Initiative an.

  • 23.04.2017

    "AfD grenzt sich nicht vom rechten Rand ab"

    Zum Parteitag der "Alternative für Deutschland" (AfD), hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, erklärt:

    „Der Parteitag hat in meinen Augen erneut deutlich gemacht, wes Geistes Kind die AfD ist. Sie will offenbar ein chauvinistisch-nationalistisches Denken in Deutschland wieder salonfähig machen. Gegen nationale und religiöse Minderheiten wird ohne Skrupel und ohne Verantwortungsbewusstsein Stimmung gemacht.

  • 07.04.2017

    Der Ruf der Freiheit

    Gedanken des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, zu Pessach

    61,5 Millionen Deutsche sind bei der Bundestagswahl im September wahlberechtigt. Und da im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen Landtagswahlen stattfanden bzw. noch stattfinden werden, dürfen 16,2 Millionen Deutsche auch noch ihre Landesparlamente wählen. Manch einer stöhnt über solche Superwahljahre, weil sie die politische Handlungsfähigkeit einschränken und Parolen statt politische Praxis den Alltag beherrschen.

    Darüber vergessen wir manchmal, wie wertvoll das Privileg ist, wählen zu können. Freie, geheime und gleiche Wahlen gehören zu den Errungenschaften der Demokratie, die wir alllzu häufig als selbstverständlich hinnehmen. Derzeit genügt jedoch ein Blick in die Türkei um zu sehen, wie schnell wesentliche Elemente einer Demokratie abgeschafft oder ausgehöhlt werden können.

  • 27.03.2017

    Zum Tod von Heinz-Joachim Aris

    Im Alter von 82 Jahren ist in der Nacht zu Freitag (24.03.2017) nach schwerer Krankheit unser langjähriges Präsidiumsmitglied Heinz-Joachim Aris gestorben. Der gebürtige Dresdener hat sich stets mit Leidenschaft über Jahrzehnte für die jüdische Gemeinschaft engagiert. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

  • 18.01.2017

    "Das Andenken an die Ermordeten wird mit Füßen getreten"

    Statement des Zentralratspräsidenten Dr. Schuster zur AfD-Rede von Björn Höcke

    Zur Rede des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke in Dresden erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    „Das Berliner Holocaust-Denkmal als „Denkmal der Schande“ zu bezeichnen, wie es Björn Höcke getan hat, ist zutiefst empörend und völlig inakzeptabel. Damit tritt Björn Höcke das Andenken an die sechs Millionen ermordeten Juden mit Füßen und relativiert das schwerste und in diesem Ausmaß einzigartige Menschheitsverbrechen der Geschichte. Die AfD zeigt mit diesen antisemitischen und in höchstem Maße menschenfeindlichen Worten ihr wahres Gesicht. Dass 70 Jahre nach der Schoah solche Aussagen eines Politikers in Deutschland möglich sind, hätte ich nicht zu glauben gewagt.“

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