Aktuell

  • 06.12.2016

    Gemeinsame Erklärung des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Kultusministerkonferenz zur Vermittlung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in der Schule

    Das Judentum ist seit vielen Jahrhunderten integraler Bestandteil der deutschen und europäischen Kultur, Geschichte und Gesellschaft.
    Jüdisches Leben ist indes in vielen gesellschaftlichen Bereichen kaum sichtbar und wird, beispielsweise in Schulbüchern und anderen Bildungsmedien, vielfach nur auf einzelne Elemente oder auf einige wenige Epochen der Geschichte verkürzt, zum Teil verzerrt und undifferenziert dargestellt.

  • 30.09.2016

    "Uns stehen große Aufgaben bevor"

    Gedanken zum Jahreswechsel vom Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster

    Ein junger Mann, 16 Jahre alt, flüchtet 2015 ohne Eltern aus Afghanistan nach Deutschland. Er kommt in einem Flüchtlingsheim für unbegleitete Minderjährige unter, stellt Antrag auf Asyl. Er lernt Deutsch, besucht die Mittelschule, vom Heim wechselt er in eine Pflegefamilie, macht ein Praktikum und hat Aussicht auf eine Lehrstelle.

    Geglückte Integration?

    Eines Abends besteigt dieser junge Mann in der Nähe von Würzburg einen Regionalzug und greift fünf Menschen mit einer Axt und einem Messer an. Er verletzt sie schwer. Später ergeben die Ermittlungen, dass er im Auftrag des IS gehandelt hat.

    Das Attentat von Würzburg im Juli hat uns alle tief erschüttert. Es hat Gewissheiten in Frage gestellt und neue Unsicherheiten hervorgerufen. Wenn wir am Ende dieses Jahres Bilanz ziehen, dann gehört dieses Attentat zu den ganz bitteren Momenten. Denn der Attentäter war offensichtlich gut betreut. Mehr kann ein Sozialstaat plus ehrenamtliche Helfer wohl nicht für einen Menschen in seiner Situation tun. Niemand in seinem Umfeld bemerkte, wie radikal der junge Mann dachte. Und dann dieses Ergebnis.

  • 26.09.2016

    Feierliche Ordination von drei Rabbinern in Frankfurt

    In der prächtigen Westend-Synagoge in Frankfurt am Main sind am Montag (26.9.) drei neue orthodoxe Rabbiner ordiniert worden. Rabbiner Nosson Kaplan arbeitet bereits als Assistenzrabbiner der Jüdischen Gemeinde Osnabrück. Rabbiner Jochanan Guggenheim wird ab Oktober in Leipzig als Assistenzrabbiner zum Einsatz kommen, und Rabbiner Benjamin Kochan ist als Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde Erfurt sowie als Landesrabbiner von Thüringen tätig.

    An dem Festakt nahmen neben dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, und dem hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier auch Rabbiner Azaria Hildesheimer und Professor Meir Hildesheimer, die Nachfahren des Gründers des Rabbinerseminars, sowie zahlreiche prominente Rabbiner aus dem In- und Ausland sowie Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und rund 300 Gäste teil. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Yonathan Rose, dem Kantor der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, und von Rabbiner Joachanan Guggenheim gemeinsam mit den Rabbinern Zsollt Balla und Daniel Fabian umrahmt.

  • 24.09.2016

    Trauer um Max Mannheimer

    Der Shoa-Überlebende Max Mannheimer ist am Freitag im Alter von 96 Jahren in München gestorben. Zu seinem Tod erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    „Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit großer Betroffenheit die Nachricht vom Tod Max Mannheimers aufgenommen. Max Mannheimer ist mit überwältigendem und unermüdlichen persönlichen Einsatz an unzähligen Orten aufgetreten, um Zeugnis von der Shoa abzulegen. Er hat unendlich vielen jungen Menschen authentisch von den Schrecken der Shoa berichtet. Insbesondere für die Gedenkstätte Dachau hat sich Max Mannheimer bis zum Schluss mit Leidenschaft engagiert. Nicht nur die jüdische Gemeinschaft, sondern Deutschland insgesamt ist Max Mannheimer zu tiefem Dank verpflichtet.

  • 05.09.2016

    Erklärung zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

    Zur gestrigen Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    "In Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD mit ihrer Taktik, Ressentiments gegen Minderheiten zu schüren und Parolen statt Lösungen anzubieten, leider Erfolg gehabt. Offenbar ist vielen Wählern nicht klar oder sie nehmen es billigend in Kauf, dass sich die AfD weder in Mecklenburg-Vorpommern noch bundesweit klar vom rechtsextremen Spektrum abgrenzt. Die AfD ist keine Alternative für Deutschland, sondern ein Armutszeugnis für Deutschland.

  • 24.08.2016

    Eröffnung des Albert-Einstein-Gymnasiums in Düsseldorf

    Erste weiterführende jüdische Schule in Nordrhein-Westfalen

    Bei strahlendem Sonnenschein ist am Mittwoch (24. August) das neue jüdische Gymnasium in Düsseldorf eröffnet worden. An dem Festakt nahmen u. a. der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann und der Oberbürgermeister von Düsseldorf, Thomas Geisel, teil. Die Schule startet mit zwei Klassen mit insgesamt 37 Kindern und soll später vierzügig mit rund 700 Schülern werden.

  • 25.07.2016

    Gemeindetag 2016 findet im Dezember in Berlin statt

    Es ist wieder so weit: Vom 8. bis 11. Dezember 2016 lädt der Zentralrat der Juden in Deutschland unter dem Motto "Ein Dach, eine Familie" alle Mitglieder der jüdischen Gemeinden zum Gemeindetag nach Berlin ein! Es erwartet Sie ein attraktives und abwechslungsreiches Programm. Melden Sie sich jetzt an!

  • 25.07.2016

    Mitgefühl für die Opfer des Amoklaufs und der Anschläge vom Wochenende

    Nach dem Amoklauf in München sowie den Anschlägen in Reutlingen und Ansbach am vergangenen Wochenende hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, allen Opfern und ihren Angehörigen sein tiefes Mitgefühl ausgesprochen.


    „Wir wünschen den Verletzten des Amoklaufs und der Anschläge in Reutlingen und Ansbach baldige Genesung; den Familien der Menschen, die ums Leben gekommen sind, Kraft und Trost in diesen dunklen Stunden. Unser Dank gilt der Polizei und den Rettungskräften für ihren mutigen und umsichtigen Einsatz.Die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt der Bürger an diesem Wochenende waren beeindruckend. Das ist ein Trost angesichts der schockierenden Vorfälle“, sagte Dr. Schuster.

  • 15.07.2016

    Wir stehen fest an der Seite unserer französischen Nachbarn

    Erneut ist unser Nachbarland Frankreich von einem Terrorattentat erschüttert worden. Zahlreiche Franzosen, die den Geburtstag ihrer Nation mit einem Feuerwerk begehen wollten, fielen am gestrigen Abend dem Terror zum Opfer. Der 14. Juli steht als französischer Nationalfeiertag für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Genau diese Werte wurden durch den gemeinen Anschlag in Nizza zutiefst verletzt. Dennoch dürfen wir nicht zulassen, dass die Angst vor dem Terror unser Leben bestimmt. Es ist nur wenige Tage her, dass Frankreich als Gastgeber der Fußball-EM Besucher aus aller Welt empfangen hat. Diese Herzlichkeit und Offenheit dürfen wir auch jetzt nicht aufgeben.

    Wir sind zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden. Wir stehen fest an der Seite unserer französischen Nachbarn.

  • 23.06.2016

    Trauer um Moritz Neumann sel. A.

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland trauert um sein langjähriges Direktoriumsmitglied Moritz Neumann sel. A., der im Alter von nur 68 Jahren in der vergangenen Nacht verstorben ist. Moritz Neumann sel. A. war bis zuletzt Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen und der Jüdischen Gemeinde Darmstadt. Für sein Engagement wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

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