Gesetzliche Regelungen

Die Zuwanderung für Juden aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion wurde bis zum 31. Dezember 2004 durch das Kontingentflüchtlingsgesetz geregelt. Dieses wurde am 1. Januar 2005 von dem neuen Zuwanderungsgesetz abgelöst.

Seit 1989 sind 220 000 Menschen als so genannte jüdische Kontingentflüchtlinge nach Deutschland gekommen. Über die Hälfte von ihnen konnte in die jüdischen Gemeinden Deutschlands integriert werden.

Eine der Hauptaufgaben des Zentralrats der Juden in Deutschland ist die Integration von jüdischen Zuwanderern aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in die jüdischen Gemeinden. Zu einen schafft der Zentralrat die Grundvoraussetzungen für die Integration, indem er den Zuwanderern in den jüdischen Gemeinden zahlreiche Sprachkurse anbietet. Zum anderen sorgt der Zentralrat dafür, dass die Menschen an ihre jüdischen Wurzeln und ihren jüdischen Glauben, den sie in ihren Heimatländern jahrzehntelang nicht ausleben konnten, herangeführt werden und vermittelt ihnen mit Hilfe von geschultem Personal oder Rabbinern jüdische Riten und Gebräuche sowie jüdisches Wissen. Nur so wird es gelingen, die Zuwanderer, die bereit sind, Aufgaben und Pflichten zu übernehmen, in die jüdischen Gemeinden einzubinden und sie am Gemeindeleben teilhaben zu lassen. Eine schwierige Aufgabe, der sich der Zentralrat in den kommenden Jahren weiterhin mit Nachdruck stellen muss.

Die Jüdischen Gemeinden in Deutschland haben knapp 100.000 Mitglieder.