27.08.2010

Wortlaut des Ordinations-Zertifikats

– vorgetragen von Dr. Roman Skoblo, Kuratoriumsmitglied des Rabbinerseminars zu Berlin

Verehrte Gäste,
ich werde Ihnen jetzt die deutsche Übersetzung des hebräisch gefassten Zertifikates vorlesen, welches ich unseren jungen beiden Rabbinern, die nun ordiniert werden, überreichen werde.
Für diesen Text gibt es tatsächlich keine vorgeschriebene Form – wie wohl es sehr wohl einen rabbinischen Stil gibt – in welchem er verfasst wird.
Die wichtigsten Worte darin sind immer joreh, joreh, deDat schel Tora, die in jedem Fall dabei vorzukommen haben.
Dieser spezifische Text ist durch Rabbiner Chanoch Ehrentreu, dem Rektor konzipiert worden.
Ich darf bemerken, dass es im Original ein sehr schöner poetischer hebräischer Text ist, den ich hier überreichen werde

Zertifikat:

Ein Zeugnis zu Händen des Rabbiners, möge sein Licht scheinen, Student des Rabbinerseminars zu Berlin, der sich dort mehrere Jahre dem Studium der Tora und dem Dienste an G-tt hingab und sich im Laufe seines mehrjährigen Studiums in der Talmudhochschule ein weites Wissen im Talmud und den halachischen Autoritäten aneignete. Ich entsprach seiner Bitte, ihn in seiner Kenntnis in der Rechtsentscheidung und den Gesetzen zur Einhaltung des Schabbat zu prüfen, und fand ihn ein Gefäß voll des Segens G-ttes. Er erfasst den Sachverhalt, antwortet dem Gesetz nach und ist der Aufgabe aufs Innerste verbunden. Auf jemanden wie ihn, kann man sich in der Lehre und Entscheidung des Gesetzes verlassen.

Joreh, joreh keDat schel Tora,

er wird entsprechend der Tora richten.

Und derjenige, der den Baum pflanzt, wird von seiner Frucht kosten. Ich bin mir seiner G-ttesfürchtigkeit, welche seiner Erkenntnis vorangeht, gewiss, so dass ihm kein Fehler unterlaufen wird. Die Gemeinde, die ihn wählt, wird sich seines Rates und Seiner Hilfe erfreuen.

Und so unterzeichne ich am 20. Elul 5770 zu Ehren der Tora und derer, die sie studieren,

Rabbiner Chanoch Ehrentreu
Rektor