Erstmalig verleiht der Zentralrat der Juden in Deutschland 2009 den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage. Mit diesem Preis erinnert der Zentralrat der Juden an seinen früheren Präsidenten, Dr. h.c. Paul Spiegel sel. A. und dessen unermüdliches Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Gleichzeitig wird mit diesem Preis an eine starke Bürgergesellschaft, ohne die eine stabile und lebendige Demokratie nicht denkbar wäre, appelliert. Der Zentralrat der Juden in Deutschland will mit diesem Preis Menschen ehren, die sich im Sinne einer Bürgergesellschaft engagieren und Zivilcourage zeigen.
Bernd Merbitz, Polizeipräsident des Freistaates Sachsen

Der erste Preisträger des Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage ist der Landespolizeipräsident des Freistaates Sachsen Bernd Merbitz, der damit für sein herausragendes, weit über seine Dienstpflichten hinausgehendes Engagement im Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus im Bereich polizeilicher Präventions- und Ermittlungsarbeit geehrt wird. Bernd Merbitz hat mit seinem jahrelangen Engagement Maßstäbe gesetzt, die unsere Anerkennung und unseren Respekt verdienen. In seinem unbedingten Einsatz gegen Rechtsextremismus hat er selbst persönliche Gefährdungen und die seiner Familie in Kauf genommen. In unzähligen Vorträgen, Diskussionsrunden und Arbeitskreisen mit Jugendlichen und Erwachsenen hat er mit dazu beigetragen, die gesellschaftlich offensive Auseinandersetzung mit Rechtextremisten zu befördern und deren Aktionsräume einzuschränken. Bernd Merbitz hat durch sein Engagement die demokratische Kultur in Sachsen maßgeblich gefestigt und durch die Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenz zu einer selbstbewussten Bürgergesellschaft, die couragiert, weltoffen und tolerant agiert, beigetragen.
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