Reden und Texte

  • 11.02.2004

    Verleihung der Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Danksagung des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel

    Eines steht fest: mit der Verleihung der
    Ehrendoktorwürde wurden mir einige Mühen erspart! Denn wer kennt nicht
    die Erzählungen, ja Klagelieder geplagter Doktorandinnen und
    Doktoranden, die voller Begeisterung von ihrem Forschungsthema
    berichten und es zugleich verwünschen? Über Jahre hinweg kreist ihr
    Denken um das gewählte Forschungsgebiet, um schlüssige Begründungen für
    Stipendienanträge und das nächste Colloquium unter den kritischen Augen
    des Doktorvaters ...

  • 09.11.2003

    Grundsteinlegung für das Jüdische Zentrum Jakobsplatz in München

    Anrede, „Et rüsch noh Kristallnaach“ sang
    die Kölner Rockgruppe BAP 1982 in einem engagierten Lied gegen Rechts.
    Ein auffälliger Anstieg rechter Gewalttaten und das Auftau­chen neuer
    rechter Gruppierungen sorgte damals, Anfang der 80-er Jahre, für eine
    verstärkte Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtradikalismus ...

  • 30.04.2003

    „Was tun gegen Antisemitismus? – Strategien für ein friedliches Miteinander“ - Jahresempfang des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks München

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, anlässlich des Jahresempfangs in München am 30.04.2003

    Zuallererst möchte ich mich bei Ihnen für die Gelegenheit bedanken,
    meine Gedanken über Strategien zur Bekämpfung des Antisemitismus hier
    vorstellen zu können. Doch gleichzeitig bin ich besorgt und traurig,
    dass wir uns heute, im Jahr 2003, also bald 58 Jahre nach Ende des
    Zweiten Weltkrieges, treffen müssen, um über Antisemitismus zu sprechen
    und nicht über andere Themen, die Juden und Nichtjuden in diesem 21 ...

  • 29.04.2003

    60. Jahrestag des Warschauer Ghettoaufstandes

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstraße 79/80, Berlin

    Auch sechzig Jahre danach halten wir noch den Atem an, wenn wir
    an den Warschauer Ghettoaufstand denken. Auch sechzig Jahre danach löst
    der verzweifelte Kampf der Juden in Warschau in uns Trauer aus - aber
    auch Bewunderung, Respekt, Stolz und ein leises, staunendes
    Kopfschütteln. Kopfschütteln, ...

  • 08.04.2003

    Die moralische Verantwortung der Presse

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, anlässlich der Öffentlichen Jahreshauptversammlung des Verbandes Deutscher Bahnhofsbuchhändler e. V., Ulm

    In den vergangenen Wochen haben wir uns
    einen neuen Begriff einprägen müssen: „embedded journalists“, was man
    auf Deutsch wohl ungefähr mit „eingebetteten Journalisten“ übersetzen
    kann. Sie wissen schon, die Rede ist von jenen Journalisten, die
    zusammen mit der amerikanischen Armee an vorderster Front im Irak
    mitfahren, um live und unmittelbar von den Kämpfen zu berichten, die
    sich die alliierten Streitkräfte mit den Soldaten Saddam Husseins
    liefern ...

  • 09.03.2003

    Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an den Bundesminister des Auswärtigen, Dr. h. c. Joschka Fischer

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel im Rahmen der Zentralen Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit 2003 in Münster

    (Es gilt das gesprochene Wort!) Es sind zwei Ereignisse, die mir sofort in den Sinn kommen, wenn ich an Joschka Fischer denke: Da
    ist der Bundesaußenminister im vorletzten Jahr auf Visite in Israel.
    Und ein unglücklicher Zufall will es, dass er Zeuge wird eines der
    schrecklichsten Selbstmordattentate in Tel Aviv vor dem Dolphinarium,
    bei dem zwanzig Jugendliche, die ganz einfach nur in die Diskothek
    wollten, auf grausame Weise durch einen Selbstmordattentäter ermordet
    wurden ...

  • 10.04.2002

    Kundgebung des Zentralrats der Juden in Deutschland „Gegen Terror – für Frieden“ Platz vor der Paulskirche, Frankfurt/Main

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel

    (Es gilt das gesprochene Wort!) „Gegen Terror – für Frieden“ – so lautet das Motto unserer Kundgebung - und wir haben es mit Bedacht gewählt. „Für
    Frieden“ – das ist nicht nur der gemeinsame Nenner, auf den wir alle
    uns einigen können. „Für Frieden“ -das ist vor allem die einfache und
    doch so schwierige Formel, die dem Nahen Osten eine Zukunft bietet ...

  • 20.07.2001

    Feierliches Gelöbnis von Rekruten des Wachbataillons BMVg, Berlin

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Der
    heutige Tag ist nicht nur für Sie, die jungen Soldaten, die heute
    vereidigt werden, ein besonderer Tag, sondern auch für mich: Es ist das
    erste Mal, dass ich aktiv an einer Gelöbnisfeier der Bundeswehr
    teilnehme. Darüber hinaus hält zum ersten Mal in der ja noch jungen
    Geschichte der Bundesrepublik ein Repräsentant der jüdischen
    Gemeinschaft in Deutschland die Ansprache bei dieser feierlichen
    Zeremonie ...

  • 09.11.2000

    Veranstaltung zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 1938, Berlin

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Heute vor 62 Jahren wurden in ganz Deutschland Synagogen und
    Gebetshäuser angezündet und geschändet, jüdische Geschäfte und
    Wohnungen geplündert, es gab zahlreiche Verhaftungen, mindestens 91
    Menschen wurden ermordet. Diese Nacht war das offizielle Signal zum
    größten und schlimmsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit ...

  • 21.09.2000

    Festaktes zum 50. Gründungsjubiläum des Zentralrats der Juden in Deutschland, Berlin

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Seit 50 Jahren existiert der Zentralrat der Juden in
    Deutschland. Fünf Jahre nach Ende des größten Völkermords der
    Geschichte gründeten einige wenige Überlebende der Shoa eine
    Organisation, der die meisten der damals Lebenden ­Juden wie Nichtjuden
    - keine sehr lange Lebensdauer voraussagten. Sie haben sich geirrt ...

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