Reden und Texte

  • 08.05.2006

    Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der NS-Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945

    Grußwort von Generalsekretär Stephan J. Kramer zur Buchpräsentation der erweiterten Neuauflage des Gedenkbuches durch Staatsminister Bernd Neumann

    Ich spreche heute anstelle von Paul Spiegel sel. A.. Ich bin kein Ersatz für Paul Spiegel sel. A. und wir dürfen sicher sein, dass sein Geist, ebenso wie jener der unzähligen Opfer, die auch im Gedenkbuch einen Namen bekommen haben, gegenwärtig ist.

    Ich bedanke mich im Namen des Zentralrats, aber auch ganz persönlich, für die Übergabe der erweiterten Auflage des Gedenkbuches durch Staatsminister Neumann ...

  • 25.01.2006

    Eröffnung der Wanderausstellung „Der Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust“ in Leverkusen

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Ihrer Einladung, die Ausstellung „Der Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" zu eröffnen, bin ich gerne gefolgt. Sicher auch, weil ich selbst Zeitzeuge bin und die Verfolgung durch die Nationalsozialisten als Kind in mehreren Verstecken in Belgien überlebt habe. Vor allem aber, weil ich mit meiner Anwesenheit die Bedeutung dieser Fotoausstellung unterstreichen möchte ...

  • 18.01.2006

    „Die Schatten der Vergangenheit dürfen nicht die Zukunft verdunkeln – Gedanken zur Vergangenheit und Gegenwart jüdischen Lebens in Deutschland

    Rede von Präsident Paul Spiegel anlässlich des Neujahrsempfangs des Wirtschaftsclub Düsseldorf

    Möglichst viel von der Lebenswelt eines Mitmenschen zu wissen, ist das wirksamste Mittel gegen Vorurteile. So banal diese Einsicht sein mag, und so viele Menschen beteuern, sie stets zu beherzigen – so wenig ist sie tatsächlich Allgemeingut und in der Gesellschaft verankert. Aus diesem Grund liegt mir nicht erst seit meinem Amtsantritt als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland sehr daran, das Kennenlernen zwischen Nichtjuden und Juden zu fördern ...

  • 04.12.2005

    Verleihung des Nelly-Sachs-Preises 2005, Rathaus Dortmund

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Es
    gilt das gesprochene Wort!






    Aharon Appelfelds umfangreiches Werk gleicht
    einem Mosaik: Jeder einzelne Stein ist eine Kostbarkeit für sich.
    Zusammengenommen fügen sich die Texte zu einem gleichermaßen erschütternden wie
    durch seine sprachliche und moralische Kraft beeindruckenden Beispiel moderner
    Erinnerungsliteratur ...

  • 14.11.2005

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    anlässlich der Grundsteinlegung für den Bau der Synagoge in Bochum, Grundstück Castroper Straße in Bochum, 14. November 2005

    Es gilt das gesprochene Wort!




    Dass sie ihre Gottesdienste ab dem
    Jahr 1863 in einem würdigen, ja festlichen Rahmen abhalten konnten, verdankten
    die Bochumer Juden ihren Frauen. Letztere hatten nach vielen Jahren der
    Plagerei genug von der „engen,
    hühnerstiegenartigen Frauenempore“ in der alten Synagoge an der
    Schützenbahn ...

  • 09.11.2005

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland

    anlässlich der zentralen Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die Pogromnacht vom 9./10. November 1938

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel im Düsseldorfer Schauspielhaus.
    Nüchterne Zahlen und Statistiken zum Thema Rechtsradikalismus in
    unserer Gesellschaft sagen nichts über das tatsächliche Leid der Opfer
    aus. Auf der Grundlage dieser Erkenntnis hat die Opferberatungsstelle
    „Reach Out“ in Berlin den verdienstvollen Versuch unternommen, eine
    Chronik rechtsradikaler Gewalttaten in Berlin vorzustellen, die bewusst
    auf Zahlen verzichtet ...

  • 02.08.2005

    Verleihung des Heinrich-Albertz-Friedenspreises an Herrn Bundeskanzler Dr. h.c. Gerhard Schröder

    Laudatio des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Es gilt das gesprochene Wort! Wer
    eine Auszeichnung wie den Heinrich-Albertz-Friedenspreis der AWO
    erhält, empfindet dies als eine ganz besondere Ehrung. Ich jedoch fühle
    mich von den Verantwortlichen der AWO gleich mehrfach geehrt. So wurde
    meine Freude und Dankbarkeit anlässlich der Überreichung des Preises an
    mich im Juni 2001 noch dadurch gesteigert, dass der damalige
    Bundespräsident Johannes Rau eine außerordentlich persönliche, ja
    freundschaftliche Laudatio hielt ...

  • 18.07.2005

    Einweihung der Gedenk- und Dokumentationsstätte „Zellentrakt“ im Rathaus Herford, dem früheren Polizeigefängnis im Kellergeschoß des Hauses

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Es gilt das gesprochene Wort!
    Runde Gedenktage, wie wir sie in diesem Jahr anlässlich des 60.
    Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager
    begangen haben, bergen die Gefahr in sich, als Schlussstrich empfunden
    zu werden. Mit großem Aufwand werden Veranstaltungen organisiert,
    inhaltsreiche, Anteil nehmende Reden gehalten und - damit verbunden -
    oftmals Gedenkorte der unterschiedlichsten Art eingeweiht ...

  • 30.05.2005

    Zusammentreffen von Staatspräsident Moshe Katzav mit Vertretern der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Es gilt das gesprochene Wort! Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstraße 79/80, Berlin am 30. Mai 2005
    Hinter uns liegen dunkle, schwere Tage des Gedenkens an das Kriegsende
    und die Befreiung der Konzentrationslager vor 60 Jahren. Viele von uns
    besuchten zu diesem Anlass die Gedenkfeiern in den ehemaligen Lagern ...

  • 10.05.2005

    Einweihung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Paul Spiegel

    Es gilt das gesprochene Wort!
    Als die Alliierten 1945 die Konzentrations- und Vernichtungslager
    befreiten, glaubten viele Überlebende, mit dem Ende des Holocaust sei
    die Geißel des Antisemitismus überwunden. Heute, 60 Jahre später,
    bekennt sich der Nobelpreisträger und Buchenwald-Überlebende Elie
    Wiesel voller Sorge zu seiner damaligen Naivität: „Wenn man mir 1945
    gesagt hätte, dass ich 2005 gegen den Antisemitismus kämpfen würde,
    hätte ich das nie geglaubt ...

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