Reden und Texte

  • 13.11.2008

    Ansprache zur 70. Wiederkehr des 9. November 1938

    Von Dr. Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

    gehalten am 10. November 2007 in der Frankfurter Paulskirche
    - Es gilt das gesprochene Wort -
    Runder Gedenktag – mit Ecken und Kanten
    In diesem Jahr jährt sich die Reichs-Pogromnacht nun also zum siebzigsten Mal.
    Freilich:
    Auch runde Jubiläen können Ecken und Kanten haben.
    Das mag zwar zunächst widersinnig klingen ...

  • 13.11.2008

    Zu schwach, um Fremdes zu ertragen?

    Von Professor Dr. Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

    Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27.10.2008
    Eine Moschee auf der Alm? Zugegeben: ein ungewohnter Anblick - für viele so unvorstellbar, dass sie ihn mit aller Macht zu verhindern suchen. In Kärnten zum Beispiel sollen "Ortsbildpflegegesetze" den Bau von Moscheen unterbinden, in Italien Volksabstimmungen, in der Schweiz gibt es eine Initiative gegen den Bau von Minaretten ...

  • 31.10.2008

    „70 Jahre Reichspogromnacht – Eine ganze Stadt gedenkt“

    Charlotte Knobloch Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

    Vor 70 Jahren begann mit der Reichspogromnacht das unvorstellbare Unheil für das deutsche und europäische Judentum. Am 9. November 1938 hetzte im Alten Münchner Rathaussaal der ranghohe Naziverbrecher Goebbels mit antisemitischen Hassparolen die Massen auf. Er rief zu Brandstiftungen und zur Zerstörung jüdischen Eigentums auf ...

  • 22.04.2008

    Zur Diskussion um das NPD-Verbotsverfahren

    Kolumne der Woche für die Nachrichtenagentur ddp von Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland K.d.ö.R.

    „Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freikarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache ...

  • 29.05.2006

    Rede der Vizepräsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, auf Dr. h.c. Paul Spiegel sel. A. am Sonntag, 28. Mai 2006

    „Jeder, an dem der Geist der Menschen Wohlgefallen findet, an dem findet auch des Allgegenwärtigen Geist Wohlgefallen." So steht es geschrieben in den Sprüchen der Väter. Wer Paul Spiegel kannte, wer das Glück hatte, mit ihm arbeiten zu dürfen, wer ihn gar als seinen Freund bezeichnen durfte, der weiß, wie sehr der Menschen Geist an diesem Mann Wohlgefallen gefunden hat ...

  • 29.05.2006

    Rede von Vize-Präsident des Zentralrats der Juden, Prof. Dr. Salomon Korn, anlässlich der Trauerfeier für den verstorbenen Präsidenten Dr. h.c. Paul Spiegel sel. A.

    Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt,/und viel zu grauenvoll, als dass man klage: / dass alles gleitet und vorüberrinnt." Langsam löst sich die Lähmung, allmählich weicht die Erstarrung. Um so unerbittlicher muss das sich immer noch sträubende Bewusstsein die Endgültigkeit des Todes - des Todes von Paul Spiegel sel ...

  • 08.05.2006

    Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der NS-Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945

    Grußwort von Generalsekretär Stephan J. Kramer zur Buchpräsentation der erweiterten Neuauflage des Gedenkbuches durch Staatsminister Bernd Neumann

    Ich spreche heute anstelle von Paul Spiegel sel. A.. Ich bin kein Ersatz für Paul Spiegel sel. A. und wir dürfen sicher sein, dass sein Geist, ebenso wie jener der unzähligen Opfer, die auch im Gedenkbuch einen Namen bekommen haben, gegenwärtig ist.

    Ich bedanke mich im Namen des Zentralrats, aber auch ganz persönlich, für die Übergabe der erweiterten Auflage des Gedenkbuches durch Staatsminister Neumann ...

  • 25.01.2006

    Eröffnung der Wanderausstellung „Der Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust“ in Leverkusen

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Ihrer Einladung, die Ausstellung „Der Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" zu eröffnen, bin ich gerne gefolgt. Sicher auch, weil ich selbst Zeitzeuge bin und die Verfolgung durch die Nationalsozialisten als Kind in mehreren Verstecken in Belgien überlebt habe. Vor allem aber, weil ich mit meiner Anwesenheit die Bedeutung dieser Fotoausstellung unterstreichen möchte ...

  • 18.01.2006

    „Die Schatten der Vergangenheit dürfen nicht die Zukunft verdunkeln – Gedanken zur Vergangenheit und Gegenwart jüdischen Lebens in Deutschland

    Rede von Präsident Paul Spiegel anlässlich des Neujahrsempfangs des Wirtschaftsclub Düsseldorf

    Möglichst viel von der Lebenswelt eines Mitmenschen zu wissen, ist das wirksamste Mittel gegen Vorurteile. So banal diese Einsicht sein mag, und so viele Menschen beteuern, sie stets zu beherzigen – so wenig ist sie tatsächlich Allgemeingut und in der Gesellschaft verankert. Aus diesem Grund liegt mir nicht erst seit meinem Amtsantritt als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland sehr daran, das Kennenlernen zwischen Nichtjuden und Juden zu fördern ...

  • 04.12.2005

    Verleihung des Nelly-Sachs-Preises 2005, Rathaus Dortmund

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Paul Spiegel

    Es
    gilt das gesprochene Wort!






    Aharon Appelfelds umfangreiches Werk gleicht
    einem Mosaik: Jeder einzelne Stein ist eine Kostbarkeit für sich.
    Zusammengenommen fügen sich die Texte zu einem gleichermaßen erschütternden wie
    durch seine sprachliche und moralische Kraft beeindruckenden Beispiel moderner
    Erinnerungsliteratur ...

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