Presseerklärungen

  • 19.11.2017

    130 Aktionen am Mitzvah Day 2017

    Zentralrat der Juden hilft in Suppenküche des Franziskaner-Klosters in Berlin-Pankow

    Im Sinne gelebter Solidarität haben sich am heutigen Sonntag (19.11.2017) mehr als 2.000 Mitglieder jüdischer Gemeinden und Organisationen im ganzen Bundesgebiet ehrenamtlich engagiert. Beim diesjährigen Mitzvah Day spendeten in rund 130 Aktionen in 47 Städten die Teilnehmer aller Altersstufen ihre Zeit, um Bedürftigen zu helfen oder sich für die Umwelt einzusetzen. Dabei gab es auch zahlreiche interreligiöse Projekte.

  • 16.11.2017

    Zentralrat der Juden fordert Sanktionen für Kuwait Airways

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland nimmt das Urteil des Landgerichts Frankfurt, das die Klage eines israelischen Staatsbürgers auf Beförderung mit Kuwait Airways abgewiesen hat, mit Unverständnis zur Kenntnis. Der Kläger hatte bereits ein Ticket der Fluggesellschaft erworben. Als er der Airline seine Staatsangehörigkeit bekannt machte, verweigerte diese jedoch die Beförderung.

  • 07.11.2017

    Gegen soziale Spaltung und für Solidarität - Mitzvah Day 2017

    In Zeiten einer wachsenden politischen Spaltung und Entsolidarisierung will der Zentralrat der Juden in Deutschland ein Zeichen dagegen setzen: Am weltweiten Mitzvah Day am 19. November 2017, dem jüdischen Tag für soziales Handeln, werden tausende jüdische Freiwillige in sozialen Aktionen aktiv sein.

    Allein in Deutschland werden in rund 40 Städten jüdische Gemeinden und Organisationen – zum Teil in Kooperation mit nicht-jüdischen Institutionen - soziale und ökologische Projekte verwirklichen. Dazu gehören Besuche von Einrichtungen für Senioren, Flüchtlinge oder behinderte Menschen und die Reinigung von Parks, Friedhöfen oder Spielplätzen.

  • 27.10.2017

    Prof. Dr. Norbert Lammert erhält Leo-Baeck-Preis

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht seine höchste Auszeichnung, den Leo-Baeck-Preis, an den bisherigen Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert. Die Preisverleihung wird am 1. Februar 2018 in Berlin stattfinden.

    Mehr als ein Jahrzehnt lang hat sich Prof. Lammert als Bundestagspräsident mit Leidenschaft und Vehemenz sowohl für die Werte unseres Grundgesetzes als auch für die bleibende Erinnerung an die Schoa und die daraus resultierende Verantwortung für die jüdische Gemeinschaft und für Israel eingesetzt. Mit seinen Ansprachen in den Feierstunden des Deutschen Bundestags zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar hat er der Nation ins Gewissen geredet.

  • 24.09.2017

    Zentralrat der Juden sieht Bundestag vor größter demokratischer Herausforderung seit 1949

    Noch nie seit Gründung der Bundesrepublik stand der Deutsche Bundestag vor einer so ernsten Herausforderung wie jetzt: Erstmals ist eine rechtspopulistische Partei, mit starken Überschneidungen zur rechtsextremen Szene, in dieser Größenordnung in den Bundestag gewählt worden. Jetzt gilt es, im Parlament selbst für die Demokratie zu kämpfen und ihre Werte vehement zu verteidigen. Die anderen im Bundestag vertretenen Parteien dürfen sich von der AfD weder gegeneinander ausspielen noch provozieren lassen.

  • 20.09.2017

    Zentralrat begrüßt Kabinettsbeschluss zur Antisemitismus-Definition

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt den Beschluss der Bundesregierung, die Bekämpfung des Antisemitismus zu verstärken. Wenn die international vereinbarte Definition von Antisemitismus künftig in den Schulen, in der Ausbildung im öffentlichen Dienst und in der Justiz berücksichtigt wird, ist damit ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Antisemitismus getan. Auch die Polizei erhält mit der Antisemitismus-Definition ein Werkzeug an die Hand, mit dem antisemitische Straftaten auch als solche effektiv eingestuft werden können.

  • 15.09.2017

    Zentralrat der Juden: Kampf gegen Rechtsextremismus massiv verstärken

    Gespräch mit Trägern des Paul-Spiegel-Preises für Zivilcourage

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland ruft dazu auf, den Kampf gegen Rechtsextremismus massiv zu verstärken. Alle demokratischen Kräfte – die Parteien und die Zivilgesellschaft – müssen zusammenstehen, um den Umtrieben der Rechtsextremisten Einhalt zu gebieten. Dies muss auch eine vordringliche Aufgabe für die neue Bundesregierung nach der Wahl sein. Ebenso muss das Augenmerk stärker auf radikalisierte Jugendliche generell gerichtet werden.

  • 08.09.2017

    Zentralrat der Juden startet Begegnungsprojekt für Schüler

    Wie sehen Juden eigentlich aus? Feiern Juden Weihnachten? Sind alle Juden Israelis? Mit solchen Fragen sind Lehrer häufig in der Schule konfrontiert. Um antisemitische Vorurteile aus dem Weg zu räumen und das Wissen über das Judentum zu vergrößern, startet der Zentralrat der Juden in Deutschland in diesem Schuljahr bundesweit das Projekt „Likrat – Jugend und Dialog“ (hebr.: aufeinander zu).

  • 06.09.2017

    Keine Unterstützung mehr für BDS-Bewegung – Gespräch des Regierenden Bürgermeisters mit Zentralrat der Juden

    Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, wird sich persönlich dafür einsetzen, dass Gruppen oder Veranstalter, die die anti-israelische BDS-Bewegung unterstützen ähnlich wie in Frankfurt/M. und München keine städtischen Räume oder Zuschüsse mehr bekommen. Ebenso machte Herr Müller deutlich, dass Berlin weiterhin alle Rechtsmittel und Auflagen gegen antisemitisch geprägte Veranstaltungen wie den jährlichen Al Quds-Marsch ausschöpft und Rechtsbrüche mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgt sowie die Bekämpfung des Antisemitismus in den Berliner Schulen verstärken wird. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Der Zentralrat begrüßt diesen Schritt des Regierenden Bürgermeisters ausdrücklich.

  • 31.08.2017

    Presseerklärung zum Antisemitismusvorwurf des Simon-Wiesenthal-Zentrums gegen den Regierenden Bürgermeister von Berlin

    Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, hält die geplante Aufnahme des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, in die Antisemitismus-Liste des Simon-Wiesenthal-Zentrums für unangebracht.

    Dazu erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    „Es ist grotesk, den Regierenden Bürgermeister von Berlin in eine Reihe mit dem ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und den schlimmsten Antisemiten der Welt zu stellen“.

    Allerdings, so Dr. Josef Schuster, habe er in der Vergangenheit eine klare Absage des Regierenden Bürgermeisters an jegliche Form von Antisemitismus vermisst. Dies gelte insbesondere im Hinblick auf das unerträgliche Wirken der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions).

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