Presseerklärungen

  • 12.02.2017

    Zentralrat der Juden begrüßt Wahl von Dr. Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland gratuliert Herrn Dr. Frank-Walter Steinmeier zur Wahl zum Bundespräsidenten und wünscht ihm für seine Amtszeit viel Erfolg! In einem persönlichen Glückwunschschreiben hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, seiner Überzeugung Ausdruck verliehen, dass sich Dr. Steinmeier auch in seinem neuen Amt tatkräftig gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung einsetzen werde.

  • 26.01.2017

    Gedenken an die Schoa wichtiger denn je

    Am 27. Januar gedenken wir weltweit der Opfer der Schoa. Wir erinnern an sechs Millionen ermordete Juden sowie an die ermordeten Sinti und Roma und Homosexuellen, an die Euthanasie-Opfer und all jene, die wegen ihres Widerstands gegen die Nationalsozialisten hingerichtet wurden. Wir werden sie nie vergessen!

  • 17.01.2017

    Urteil zur NPD ist verpasste Chance

    Mit der Ablehnung eines NPD-Verbots durch das Bundesverfassungsgericht ist eine wichtige Chance vertan worden, wirksam gegen diese menschenverachtende Partei vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Die NPD kann derzeit mit Hilfe von Hunderttausenden Euro aus Steuergeldern ihre braune Ideologie verbreiten und in der rechten Szene wichtige logistische Unterstützung leisten.

  • 10.01.2017

    Zum Tod von Alt-Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit tiefer Trauer auf die Nachricht vom Tod Roman Herzogs reagiert. Der Alt-Bundespräsident war der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland eng verbunden. Er erhielt 1998 für sein Engagement den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden.

    Schon als Richter bzw. Präsident des Bundesverfassungsgerichts hatte sich Prof. Dr. Herzog um das jüdische Leben in Deutschland verdient gemacht, etwa mit dem Urteil, in dem die Auschwitz-Lüge als Straftatbestand bestätigt wurde. In vielen Reden als Bundespräsident betonte Roman Herzog die Singularität der Shoa. Auch war es Prof. Dr. Herzog, der 1996 den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, proklamierte und damit weltweit ein wegweisendes Zeichen setzte.

  • 11.12.2016

    Größter Gemeindetag des Zentralrats der Juden zu Ende gegangen

    Mit einer Keynote-Rede von Bundesjustizminister Heiko Maas ist am Sonntag in Berlin der bislang größte Gemeindetag des Zentralrats der Juden in Deutschland zu Ende gegangen. Vier Tage lang haben rund 1.200 Mitglieder der jüdischen Gemeinden aus ganz Deutschland ein vielfältiges Programm aus Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen, Stadtführungen, Autorenlesungen, Filmgesprächen, Gottesdiensten sowie Auftritten fulminanter Künstler erlebt. Einer der Höhepunkte war die gemeinsame Feier des Schabbats mit der israelischen A-Capella-Gruppe „Mafteach Soul“.

  • 08.12.2016

    Vielfältigere Vermittlung des Judentums an Schulen: Gemeinsame Erklärung der Kultusministerkonferenz und des Zentralrats der Juden in Deutschland verabschiedet

    In weiten Teilen der Gesellschaft ist über jüdisches Leben wenig bekannt, obgleich das Judentum die deutsche und europäische Kultur und Geschichte mitgeprägt hat. Selbst in Schulbüchern und anderen Bildungsmedien wird nur auf einzelne Elemente oder wenige historische Epochen verwiesen. Der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Kultusministerkonferenz (KMK) stellen sich dieser Fehlentwicklung erstmals mit einer gemeinsamen Erklärung entgegen. In dieser Erklärung setzen sie sich dafür ein, die Vielfältigkeit des Judentums im schulischen Alltag sichtbar zu machen. Eine vermehrte Einbindung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in verschiedene Fächer und Jahrgangsstufen soll dazu beitragen, Schülerinnen und Schülern ein lebendiges und differenziertes Bild des jüdischen Lebens zu vermitteln.

  • 27.11.2016

    Zentralrat und BA-Chef Weise: Integration der Flüchtlinge muss Priorität haben

    Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit und Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, war am Sonntag (27.11.) Gast der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Dabei kam es zu einem intensiven Gedankenaustausch über die aktuellen Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik. Die Delegierten der Ratsversammlung und Herr Weise waren sich darin einig, dass die gesellschaftliche Integration der Flüchtlinge jetzt oberste Priorität haben müsse.

  • 24.11.2016

    Spitzengespräch zwischen Partei Die Linke und Zentralrat der Juden

    Das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Geschäftsführende Parteivorstand der Partei DIE LINKE sind am heutigen Donnerstag in Berlin erstmals zu einem Gedankenaustausch zusammengetroffen. Bei dem zweistündigen Gespräch im Karl-Liebknecht-Haus ging es vorrangig um das aktuelle jüdische Leben in Deutschland sowie die Themen Antisemitismus, steigender Rechtsextremismus, das Erstarken der AfD und Israel.

  • 13.11.2016

    Jüdischer Tag der guten Taten in ganz Deutschland voller Erfolg

    In ganz Deutschland haben sich heute (Sonntag, 13. November) jüdische Gemeinden und Organisationen am Mitzvah Day, dem jüdischen Tag der guten Taten, beteiligt. Unter dem Motto „Mizwa goreret Mizwa“ – „Eine gute Tat führt zur Nächsten“ engagierten sich rund 2.000 Teilnehmer in mehr als 100 Aktionen in 40 Städten ehrenamtlich für ihre Mitmenschen. Damit wurde der Rekord des Vorjahres wieder eingestellt.

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland koordiniert seit 2013 den Mitzvah Day Deutschland. Dabei kommt es nicht darauf an, Geld zu spenden, sondern Zeit. Einige Gruppen besuchten Seniorenheime und brachten selbstgebackenen Kuchen mit, andere iniierten Spielenachmittage für Flüchtlingskinder, manche sammelten Kleidung und Spielzeug für bedürftige Menschen, und manche Gruppen kümmerten sich auf jüdischen Friedhöfen um Gräber, die niemand mehr besucht, oder reinigten die Friedhöfe.

  • 28.10.2016

    Zum Tod von Rabbiner Levinson

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit tiefer Trauer die Nachricht vom Tod des Rabbiners Nathan Peter Levinson vernommen.

    Der gebürtige Berliner hatte noch 1940 ein Studium an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums aufgenommen und dort den berühmten Rabbiner Leo Baeck als Lehrer gehabt. Heute ist das Leo-Baeck-Haus Sitz des Zentralrats der Juden in Deutschland. 1941 gelang der Familie Levinson in letzter Minute die Flucht vor den Nazis, die über große Umwege schließlich in den USA endete. Dort wurde Nathan Peter Levinson zum Rabbiner ordiniert.

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