Paderborn
Gemeindehaus mit Betsaal Pipinstraße
| Gemeinde: | Jüdische Kultusgemeinde Paderborn K.d.ö.R. |
| Stadt: | Paderborn |
| Bundesland: | Nordrhein Westfalen |
| Name: | Gemeindehaus mit Betsaal Pipinstraße |
| Bauwerk: | Betsaal und Gemeindehaus |
| Standort | Pipinstraße |
| Baujahr: | 1959, Einweihung am 29. November 1959 |
| Architekt: | Gerle, Karl |
Hintergrund
Das 1959 eingeweihte Zentrum der jüdischen Gemeinde im westfälischen Paderborn ist ein bemerkenswertes Projekt des Architekten Karl Gerle. Der dreigeschossige Bau schließt an eine Häuserzeile an, seine nach Westen weisende Schmalseite ist abgerundet und in eine alle Geschosse übergreifende Verglasung des Treppenhauses aufgelöst. Eine zweiläufige Freitreppe davor führt zum Haupteingang, der deutlich über dem Straßenniveau liegt. Entgegen der äußeren Erscheinung, die erwarten lässt, dass der gesamte Bau als Synagoge dient, nimmt der Betsaal nur die Obergeschosse der Südseite ein. Wandpfeiler gliedern den Raum in seiner Tiefe, auf der rechten Seite sind hohe Fenster in die Zwischenräume gesetzt. Toraschrein und Bima bilden auf der Ostseite eine Einheit. Gegenüber ragt eine schmale Frauenempore in den Saal, ein Deckenspiegel mit einer Lichtleiste fasst den Raum zusammen. Während die bauzeitliche Innenausstattung heute noch erfreulich gut erhalten ist, erfuhr die Fassade eine bedauerliche Vereinfachung, als man die Bleiverglasung des Treppenhauses durch Glasbausteine ersetzte. (Dr. Ulrich Knufinke)
Historische Synagogen vor Ort