Köln
Synagoge und Gemeindezentrum Roonstraße
| Gemeinde: | Synagogen-Gemeinde Köln K.d.ö.R. |
| Stadt: | Köln |
| Bundesland: | Nordrhein Westfalen |
| Name: | Synagoge und Gemeindezentrum Roonstraße |
| Bauwerk: | Synagoge und Gemeindezentrum |
| Standort | Roonstraße |
| Baujahr: | 1958-1959 durch Umbau der älteren Synagoge von 1899, Einweihung am 20. September 1959 |
| Architekt: | Schreiterer und Below (Ursprungsbau); Goldschmidt, Helmut (Umbau) |
Hintergrund
Die Kölner Synagoge in der Roonstraße wurde 1895-1899 im neoromanischen Stil erbaut und war 1938 durch Brandschatzung zur Ruine geworden. Dennoch feierten hier schon 1945 Überlebende und Soldaten der Alliierten die ersten Gottesdienste, wofür man einen Raum hergerichtet hatte. Helmut Goldschmidt erhielt den Auftrag, die Ruine als Synagoge und Gemeindezentrum neu zu gestalten. Man entschied sich, die Fassaden des Bauwerks beizubehalten und im alten Stil zu ergänzen. So präsentiert sich die 1959 wieder eingeweihte Synagoge heute als ein wuchtiger, von der Straße um einen Vorhof zurückgesetzter Bau mit mächtigem Vierungsturm. Das Innere erhielt eine neue Aufteilung: Auf der Höhe der Frauenemporen zog Goldschmidt eine Zwischendecke ein, so dass er im Geschoss darunter Raum für einen Gemeindesaal gewann. An der Form des Synagogenraums änderte der Architekt wenig, doch verzichtete er konsequent auf die Wiederherstellung der neoromanischen Gliederungen und Ornamentierungen, was einen strengen, modernen Eindruck hervorruft: Der überkuppelte Zentralraum mit seinen vier Kreuzarmen ist hell gestrichen, farbliche Akzente setzen die hölzernen Bänke, die Leuchter und der Toraschrein mit seiner Einfassung sowie bunt verglaste Fensterrosetten. (Dr. Ulrich Knufinke)
Historische Synagogen vor Ort