Gelsenkirchen
Gemeindezentrum mit Synagoge
| Gemeinde: | Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen K.d.ö.R. |
| Stadt: | Gelsenkirchen |
| Bundesland: | Nordrhein Westfalen |
| Name: | Gemeindezentrum mit Synagoge |
| Bauwerk: | Synagoge und Gemeindezentrum |
| Standort | Georgstraße 2 |
| Baujahr: | 2007 |
| Architekt: | Christfreund und Mihsler |
Hintergrund
1958 bezog die junge Nachkriegsgemeinde der Stadt einen neuen Synagogensaal im Hinterhof des Gemeindehauses in der Von-der-Recke-Straße. Wie in vielen Gemeinden, reichte dieser im anheimelnden Stil der Fünfzigerjahre ausgestattete Raum für die nach 1990 gewachsene Mitgliederzahl nicht mehr aus, so dass ein größerer und dann auch im Stadtbild wieder sichtbarer Bau geplant wurde. Das 2007 am Standort der 1938 zerstörten Synagoge eingeweihte Gemeindezentrum der Gelsenkirchener Architekten Christfreund und Mihsler ist geschickt in das städtische Umfeld einbezogen. Das Gemeindehaus steht dabei im Vordergrund, die Synagoge, hinter einem Vorhof errichtet, bleibt zurückgezogen – wenn auch nicht unsichtbar, denn Fensterstreifen erlauben den Passanten einen Blick auf den Hof und das Gotteshaus. Funktionelle Schlichtheit und ein trotz nur weniger Fenster lichter Raumeindruck zeichnen den Synagogenraum aus, wozu weiße Wände und eine Einrichtung aus hellem Holz beitragen. Der zentrale Bereich mit dem Toraschrein vor der Ostwand und der von ihm abgerückten Bima ist durch ein Oberlicht in der hier höheren Decke hervorgehoben. Damit schließt die Gelsenkirchener Synagoge an Konzepte der Architektur des Neuen Bauens in den Zwanzigerjahren an, die mit reduzierten Mitteln stimmungsvolle Räume erzeugen wollte. (Dr. Ulrich Knufinke)
Begegnungsstätte Alter jüdischer Betsaal:
www.zentralratdjuden.de/down/begegnungsstaette.pdf
Historische Synagogen vor Ort