02.06.2008

Festakt

„Festakt 60 Jahre Israel"

Auf den Tag genau vor 60 Jahren, am 5. Ijar 5708, rief David Ben Gurion die Gründung desStaates Israel aus – Grund genug für den Zentralrat der Juden in Deutschland,die Deutsch-Israelische Gesellschaft und den Deutschen Koordinierungsrat derGesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zu einem zentralenFestakt in die Frankfurter Paulskirche einzuladen.

Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch erinnerte in derFeierstunde daran, dass am 14. Mai 1948 der Traum Wirklichkeit und „Israel als dauerhafteHeimat für Juden aus aller Welt undLebensversicherung für die Juden der Diaspora geboren wurde". Freiheit, Unabhängigkeit und Gerechtigkeit wären somitendlich verwirklicht worden.

„Deutschland ist ein sehr wichtiger Partner anunserer Seite und dafür möchte ich Ihnen und jedem deutschen Bürger danken",betonte Yoram Ben-Zeev, Botschafter des Staates Israel in Berlin, in seinerGrußadresse, in der er vor allem die Gemeinsamkeiten beider Länder unterstrich.„Sie in Deutschland und wir in Israel achten die Menschenwürde. Wir habengemeinsame Ziele wie Sicherheit, Frieden, Bildung, Kultur und Wissenschaft", soder Botschafter. Gleichzeitig brachte er seine Hoffnung auf eine friedlicheLösung des israelisch-palästinensischenKonflikts zum Ausdruck und rief den Nachbarn Israels aus Frankfurt zu: „Wirstrecken unsere Hand zum Frieden aus."

Festredner Bundestagspräsident Norbert Lammert unterstrich,dass das heutige Jubiläum vor allem ein Anlass war zur Dankbarkeit für die Arbeitund den Einsatz all jener Frauen und Männer in Israel, die Brücken gebaut undWege gangbar gemacht haben. Vor allem aber machte er unzweifelhaft deutlich,dass das Existenzrecht Israels nicht verhandelbar sei.

Der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Dr.h.c. Johannes Gerster, erinnerte aus Anlass des 60. Jahrestages daran, dass dieGründung des Staates Israel „nach 2000Jahren Leben in der Diaspora für das Volk der Juden ein Wunder" war und machtedeutlich, dass „zu der wundersamen Entwicklung dieses aufstrebenden Landes füruns Deutsche die wunderbare Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen"zählt.

Am Schluss an die Feierstunde, die von der Bundesregierungund der Botschaft des Staates Israel in Deutschlandunterstützt wurde, erhoben sich die über 800 Gäste, darunter zahlreicheVertreter aus Politik und Kultur, von ihren Sitzen als die Mendelssohn Players,unter der Leitung von Lior Shambadal, in der Frankfurter Paulskirche dieNationalhymnen von Deutschland undIsrael spielten.

Neben den offiziellen Feierlichkeiten in der Frankfurter Paulskirche, im Sendesaal des Saarländischen Rundfunks oder auf dem Berliner Gendarmenmarkt fanden dieser Tage in zahlreichen Jüdischen Gemeinden Yom Haatzmaut-Feiern mit bunten Rahmenprogramm, Musik, Basar und vielen Überraschungen statt.

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