1917 wurde der Verband als "Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden" gegründet, um die vielfältigen sozialen Einrichtungen der jüdischen Gemeinschaft zu koordinieren und sich um die jüdischen Kriegsteilnehmer und ihre Hinterbliebenen zu kümmern. Während des Nationalsozialismus bestand die Aufgabe der ZWST in der Fürsorge für die Auswanderer und in der Versorgung mit Notmaßnahmen in allen sozialen Belangen, die den Juden in dieser Zeit eine Unterstützung und Hilfe sein konnten. 1939 wurde der Verband zwangsaufgelöst; die Mitarbeiter wurden in Konzentrationslager deportiert. Nach dem Krieg wurde die ZWST vom Zentralrat wieder ins Leben gerufen "Nie wieder jüdische Gemeinden in Deutschland", das war 1945 die einhellige Meinung der jüdischen Organisationen in aller Welt. Die Nachkriegsgeschichte in Deutschland verlief anders. Etwa 22.000 jüdische Menschen wollten weitet in Deutschland leben, sie organisierten spontan und unkoordiniert die Vorläufer der heutigen jüdischen Gemeinden.
Das regelmäßig erscheinende Infoblatt ZWST informiert berichtet alle zwei Monate über Veranstaltungen, die Situation in den jüdischen Gemeinden sowie laufende Projekte und gibt Termine bekannt. Darüber hinaus wird ein deutsch-russischsprachiger Leitfaden für jüdische Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion herausgegeben, der den Zuwanderern eine Hilfestellung für den Beginn in ein neues Leben bieten soll. Das Sozialreferat bietet unterschiedliche Angebote zur beruflichen und sozialen Integration für Zuwanderer, im Erholungs- und Fortbildungsbereich, im regionalen Kreis und auch in Wohnheimen an. Viele der Erholungsangebote richten sich vor allem an Senioren.
Das Jugendreferat der ZWST ist für den Rahmen der Jugendarbeit in den jüdischen Gemeinden in ganz Deutschland zuständig, berät diese und bietet ein eigenes Programm an Aktivitäten über das ganze Jahr für alle Altersgruppen der Kinder und Jugendlichen an.
Das Pädagogische Zentrum ist die zentrale Sammelstelle für Informationsmaterial, Aktivitäten und Programme rund um die jüdische Erziehungsarbeit in Deutschland. Das Literatur- und Filmarchiv, wird laufend aktualisiert, Materialsammlungen für Jugendzentren, Gemeinden und Schulen zum Thema "Israel", den "Feiertagen", "Judentum" werden pädagogisch aufbereitet und herausgegeben. Das Hotel "Eden Park" in Bad Kissingen wurde 1993 von der ZWST eröffnet und ist das einzig kosher geführte Gästehaus in Deutschland.
Weitere Informationen und Kontakt unter:
zentrale@zwst.org
Hebelstrasse 6 60318
Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 9443710 Telefax: 069 - 494817
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