1942 schlossen die Nationalsozialisten die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin - das Ende einer Ära, die mit Abraham Geiger ihren Anfang genommen hatte. 1836 hatte dieser die Gründung einer jüdisch-theologischen Fakultät gefordert, um sich im Geist akademischer Freiheit der jüdischen Tradition zu widmen.
Das Abraham Geiger Kolleg wurde 1999 gegründet. Der erste Jahrgang nahm 2001 seine Studien auf. Das Abraham Geiger Kolleg ist das erste Rabbinerseminar in Zentraleuropa nach der Schoah. Es ist eine private, nicht gewinnorientierte Einrichtung, gefördert aus privaten und öffentlichen Mitteln, die sich das Ziel gesetzt hat, Rabbinerinnen und Rabbiner für jüdische Gemeinden in Zentral- und Osteuropa auszubilden.
Die Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg hat drei Säulen:
Rabbinische Studien werden in dem umfassenden Lehrplan des Kollegiums Jüdische Studien an der Universität Potsdam verankert und so in das große Umfeld einer Universität eingebettet. Dies wird das Verständnis des Judentums in einem pluralistischen Zusammenhang fördern.
Das Abraham Geiger Kolleg ist Mitglied der Weltunion für progressives Judentum. Seine Absolventen werden von der Zentralkonferenz amerikanischer Rabbiner aufgenommen.
Weitere Informationen finden unter www.abraham-geiger-kolleg.de
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