11.09.2006

Abraham Geiger Kolleg

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1942 schlossen die Nationalsozialisten die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Ber­lin - das Ende einer Ära, die mit Abraham Geiger ihren Anfang genommen hatte. 1836 hatte dieser die Gründung einer jüdisch-theologischen Fakultät gefordert, um sich im Geist aka­­demischer Freiheit der jüdischen Tradition zu widmen.

Das Abraham Geiger Kolleg wurde 1999 gegründet. Der erste Jahrgang nahm 2001 seine Studien auf. Das Abraham Geiger Kolleg ist das erste Rabbinerseminar in Zentraleuropa nach der Schoah. Es ist eine private, nicht gewinnorientierte Einrichtung, gefördert aus privaten und öffentlichen Mitteln, die sich das Ziel gesetzt hat, Rabbinerinnen und Rabbiner für jüdische Gemeinden in Zentral­- und Osteuropa auszubilden.

Die Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg hat drei Säulen:

  • Hohes akademisches Niveau durch eine breite Kursauswahl in Potsdam und Berlin. Das Studium mündet in einen Magisterabschluß in Jüdischen Studien der Universität Potsdam.

  • Professionelle Begleitung der Studenten in ihrer praktischen Ausbildung durch psychosoziale Betreuung
  • Coaching der seelsorgerischen Praxis durch ein rabbinisches Mentorensystem

Rabbinische Studien werden in dem umfassenden Lehrplan des Kollegiums Jüdische Studien an der Universität Potsdam verankert und so in das große Umfeld einer Universität einge­bet­tet. Dies wird das Verständnis des Judentums in einem pluralistischen Zusammen­hang för­dern.

Das Abraham Geiger Kolleg ist Mitglied der Weltunion für progressives Judentum. Seine Absolventen werden von der Zentralkonferenz amerikanischer Rabbiner aufgenommen.

Weitere Informationen finden unter www.abraham-geiger-kolleg.de