Aufgaben

Eine Vertretung für alle Juden in Deutschland

Das Hauptaugenmerk der Gründungsväter und -mütter des Zentralrats der Juden in Deutschland galt der Förderung und Pflege religiöser und kultureller Aufgaben der jüdischen Gemeinden wie auch der Vertretung der gemeinsamen politischen Interessen der jüdischen Gemeinschaft. Dieses gilt bis heute. Die besondere Solidarität der Juden in Deutschland gilt Israel, wo viele Schoa-Überlebende ihre neue Heimat gefunden haben.

In den Anfangsjahren mussten die wieder gegründeten jüdischen Gemeinden zunächst die Auswirkungen der Nazizeit verkraften, sie gründeten oder belebten noch bestehende Synagogen und Gemeindezentren. Eine Hauptaufgabe des Zentralrats in den Anfangsjahren war die Durchsetzung einer Entschädigungsgesetzgebung durch die Bundesregierung. Neben der Vertretung jüdischer Interessen gegenüber der Bundesregierung ist heute einer der Schwerpunkte der Arbeit des Zentralrats die Integration von jüdischen Zuwanderern aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Der Zentralrat unterstützt die jüdischen Landesverbände und Gemeinden darin, Sprachkurse, Bildungsseminare, Religionsunterricht und andere Integrationsmaßnahmen anzubieten.

Darüber hinaus beteiligt sich der Zentralrat aktiv am politischen und gesellschaftlichen Leben in der Bundesrepublik Deutschland. Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt ist die Förderung der Verständigung und der gegenseitigen Achtung zwischen Juden und Nichtjuden.

International hat der Zentralrat seine Verbindungen zur jüdischen Gemeinschaft in Europa und in der Welt eng geknüpft. Dazu zählt auch die Zusammenarbeit mit den jüdischen Gemeinden in den mittel- und osteuropäischen Staaten. In diesen Ländern lebt heute die große Mehrheit des europäischen Judentums, und diese Verbindungen sind im Zeichen der Europäischen Union von besonderer Bedeutung.
Der Zentralrat hat eine Reihe von Organisationen und Einrichtungen ins Leben gerufen, die auf überregionaler Ebene den jüdischen Gemeinden unterstützend zur Seite stehen: