Festtage

Tu Bischwat

Das Neujahrsfest der Bäume (Tu Bischwat) ist ein nichtbiblischer Halbfeiertag.

Hintergrund ist das Gebot im 3. Buch Moses 19, 23 – 25, die Früchte von neugepflanzten Bäumen drei Jahre lang nicht zu essen und sie erst im fünften Jahr zu verzehren. In talmudischer Zeit war der 15. Schwat (Tu Bischwat bedeutet wörtlich der 15. „Tu“ des Monats Schwat) Stichtag für die Jahreszählung und die Fruchtabgabe, weil dieser Termin das Ende der Regenzeit und den Beginn der idealen Pflanzperiode in Israel markiert.
Im modernen Israel ist Tu Bischwat ein willkommener nationaler Feiertag: Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene pflanzen Setzlinge im ganzen Land. Außerhalb Israels feiern Juden nach unterschiedlichen lokalen Gebräuchen und essen z. B. 15 Früchte, die an das Land Israel erinnern.

Schuschan Purim

Das Losfest (Purim) wird am 14. Adar gefeiert. Der 15. Adar ist bekannt als Schuschan Purim, weil sich die Juden damals in der persischen Hauptstadt Schuscha (= Susa) am 14. Adar verteidigen mussten und darum ihre Errettung erst am 15. feiern konnten. Daher wird in Jerusalem und anderen Städten, die, wie einst Schuscha, von Mauern umgeben sind, Schuschan Purim auch am 15. Adar gefeiert.
Purim kommt von dem hebräischen Wort für Los (Pur), weil Haman den Tag der Vernichtung der Juden per Los bestimmt hat.

Jom Haazmaut

Unabhängigkeitstag des Staates Israel

Der Unabhängigkeitstag des Staates Israel wird am 5. Ijar begangen. Am 5. Ijar 5708 (14.5.1948) hatte David Ben-Gurion die israelische Unabhängigkeitserklärung verlesen. Damit hatten die Juden erstmals seit dem Jahre 70 u.Z. und der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer wieder einen eine eigene Heimat.
In Israel wird die Gründung des heutigen Staates Israel mit Paraden und Festlichkeiten in allen größeren Städten gefeiert.

Lag Baomer

Lag Baomer bedeutet wörtlich der 33. „Lag“ des Omer-Zählens

Um eine Verbindung zwischen Pessach und Schawuot herzustellen wurde das Omer- Zählen (Sefirat haOmer) eingeführt. Ein Omer war ein Hohlmaß (ca. 3,6 l) und maß die Menge Gerste aus der ersten Ernte, die im Tempel als Opfer gebracht werden musste. Zwischen den beiden Festen Pessach und Schawuot liegen sieben Wochen. Diese sieben Wochen gelten als Trauerzeit im Gedenken an die Verfolgungen der Juden durch die Römer nach dem Bar Kochba Aufstand (135 u.Z.) In diesen Tagen werden beispielsweise keine Hochzeiten gefeiert.
Ausnahme ist Lag Baomer. Dieser fällt auf den 33. Tag nach dem zweiten Pessach-Tag. An diesem Tag endete, einer Legende nach, die Plage, die unter den Schülern des legendären Rabbi Akiva wütete. Die Kinder in Israel haben an diesem Tag schulfrei. Zu den Bräuchen von Lag Baomer auch außerhalb Israels gehören Lagerfeuer.