Jom Haschoa
Seit
1951 wird in Israel am 27. Nissan mit einem staatlichen Gedenktag (Jom
Ha-Shoa) an die Opfer der Schoah und die Ghetto-Widerstandskämpfer
erinnert. Die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem
veranstaltet jedes Jahr an diesem Tag eine Gedenkzeremonie, an der auch
Vertreter der Regierung teilnehmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird
auch der nichtjüdischen Helden gedacht, die durch den Einsatz ihres
Lebens Juden gerettet haben. In Schulen und pädagogischen Einrichtungen
werden zahlreiche Programme angeboten, damit die Schoa bei der jüngeren
Generation nicht in Vergessenheit gerät.
Im Laufe des Vormittags ertönen landesweit Sirenen und das öffentliche Leben ruht für zwei Minuten.
Jom HaSikaron
Gedenktag an die Gefallenen israelischen Soldaten und Opfer des Terrorismus
Dieser Gedenktag wird am 4. Ijjar begangen, also am Vortag von Jom
Haaszmaut dem Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Er ist dem
Andenken an jene gewidmet, die Ihr Leben für die Unabhängigkeit des
Staates Israel und sein weiteres Bestehen gelassen haben. Zur
Erinnerung werden Gedenkfeiern auf Soldatenfriedhöfen veranstaltet und
Schweigeminuten zum Gedenken an die Gefallenen der Israelischen Armee
durchgeführt.
Jom Jeruschalajim
Jerusalemtag
Am 28. Ijar wird der Wiedervereinigung Jerusalems nach dem
Sechs-Tage-Krieg von 1967 gedacht. Nach dem israelischen Sieg über die
Armeen von Ägypten, Jordanien und Syrien wurde die geteilte Stadt
Jerusalem wiedervereinigt. Zum ersten Mal seit dem Jahre 70 u.Z.
standen der Tempelberg und die Westmauer (Klagemauer) wieder unter
jüdischer Kontrolle, und seitdem wird dieser Tag, besonders in
Jerusalem, als Festtag begangen.