Willkommen

auf der Internetseite des Zentralrats der Juden in Deutschland

28.5.2017 / 3 Sivan 5777
  • Aktuell / 17.05.2017

    Initiative Kulturelle Integration stellt 15 Thesen für gesellschaftliches Zusammenleben vor

    Gestern hat die Initiative kulturelle Integration, der auch der Zentralrat der Juden in Deutschland angehört, 15 Thesen zu „Zusammenhalt in Vielfalt“ in Berlin vorgestellt und sie anschließend Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel überreicht. Die Initiative kulturelle Integration ruft Einzelpersonen genauso wie Organisationen, Vereine oder auch Unternehmen zur Mitunterzeichnung der Thesen auf.

    Initiatoren der Initiative kulturelle Integration sind der Deutsche Kulturrat, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Neben den Initiatoren gehören 23 weitere Mitglieder aus der Zivilgesellschaft, den Kirchen und Religionsgemeinschaften, den Medien, den Sozialpartnern, den kommunalen Spitzenverbänden und der Kultusministerkonferenz der Initiative an.

  • Reden und Texte / 11.05.2017

    Jüdisches politisches Denken heute

    Vortrag von Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster bei der Tagung „Jüdisches Leben in Deutschland", 10. Mai 2017, Berlin

    Dr. Schuster bei seiner Rede in der Friedrich-Ebert-Stiftung.

    Anrede,

    nachdem ich Sie bereits zu Beginn begrüßen durfte, freue ich mich nach diesem interessanten und aufschlussreichen Gespräch zwischen den verschiedenen Generationen, mich erneut an Sie richten zu dürfen.

    Wie Sie bereits anhand der munteren Diskussion eben selbst miterleben konnten, ist jüdisches Leben zum Glück wieder von einer lebendigen Vielfalt geprägt. Eine Vielfalt der religiösen Strömungen, eine Vielfalt der politischen Einstellungen, eine Vielfalt der Lebensweisen und nicht zuletzt eine Vielfalt der ursprünglichen Herkunftsländer jüdischer Menschen in Deutschland, die eine bunte Mischung von unterschiedlichen Mentalitäten zusammenführt und unser jüdisches Leben auf ganz wunderbare Weise bereichert. Auch gibt es eine Vielfalt von Meinungen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft.

  • Presseerklärungen / 04.05.2017

    Bundeswehr darf kein Nährboden für Rechtsextremismus sein

    Die Details im Fall des unter Terrorverdacht stehenden rechtsextremen Bundeswehroffiziers Franco A., die nach und nach bekannt werden, sind erschreckend. Da offenbar weder seine Masterarbeit noch die Wehrmachtsexponate in Illkirch Grund zur Beanstandung waren, gehören die Selbstreinigungmechanismen der Bundeswehr zur Abwehr von rechtsextremistischem Gedankengut unter den Soldaten auf den Prüfstand. „Die Bundeswehr darf weder Nährboden für Rechtsextremismus noch für Rechtsextreme attraktiv sein“, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster.

  • Presseerklärungen / 04.05.2017

    „Wir wollen Demokratie und Rechtsstaat stärken, wir stehen für Solidarität und Weltoffenheit“

    Kongress der Allianz für Weltoffenheit in Köln beendet

    Demokratie-Kongress mit 350 Teilnehmern in Köln.

    Unter dem Leitthema „Gemeinsam für gelebte Demokratie“ hat heute (4. Mai 2017) der erste Kongress der Allianz für Weltoffenheit in Köln stattgefunden. Im Mittelpunkt stand dabei das Engagement von Initiativen, die sich tagtäglich für eine demokratische, gerechte, freie und weltoffene Gesellschaft einsetzen. Die rund 350 Teilnehmer tauschten sich in mehreren Diskussionsforen und bei einem Markt der Möglichkeiten darüber aus, wie sich die Begeisterung für Demokratie und Pluralismus gerade auch unter schwierigen Bedingungen wachhalten lässt. Die neun Allianz-Partner verbindet ein gemeinsames Anliegen: „Wir wollen Demokratie und Rechtsstaat stärken, wir stehen für Solidarität und Weltoffenheit.“

  • Presseerklärungen / 24.04.2017

    Zentralrat der Juden fordert Antisemitismus-Beauftragten auf Bundesebene

    Ernüchternde Analyse des Unabhängigen Expertenkreises

    Anlässlich der Vorlage des Berichtes des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus hat der Zentralrat der Juden in Deutschland seine Forderung nach Berufung eines Antisemitismus-Beauftragten erneuert. Bislang fehlt es sowohl an einem zentralen Ansprechpartner auf Bundesebene als auch an einer ressortübergreifenden und nachhaltigen Beobachtung von Antisemitismus in unserer Gesellschaft. Daher sollte ein Antisemitismus-Beauftragter mit Sitz im Bundeskanzleramt unabhängig von Legislaturperioden eingesetzt werden.

  • Aktuell / 23.04.2017

    "AfD grenzt sich nicht vom rechten Rand ab"

    Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster.

    Zum Parteitag der "Alternative für Deutschland" (AfD), hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, erklärt:

    „Der Parteitag hat in meinen Augen erneut deutlich gemacht, wes Geistes Kind die AfD ist. Sie will offenbar ein chauvinistisch-nationalistisches Denken in Deutschland wieder salonfähig machen. Gegen nationale und religiöse Minderheiten wird ohne Skrupel und ohne Verantwortungsbewusstsein Stimmung gemacht.

  • Aktuell / 07.04.2017

    Der Ruf der Freiheit

    Gedanken des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, zu Pessach

    Sederteller.

    61,5 Millionen Deutsche sind bei der Bundestagswahl im September wahlberechtigt. Und da im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen Landtagswahlen stattfanden bzw. noch stattfinden werden, dürfen 16,2 Millionen Deutsche auch noch ihre Landesparlamente wählen. Manch einer stöhnt über solche Superwahljahre, weil sie die politische Handlungsfähigkeit einschränken und Parolen statt politische Praxis den Alltag beherrschen.

    Darüber vergessen wir manchmal, wie wertvoll das Privileg ist, wählen zu können. Freie, geheime und gleiche Wahlen gehören zu den Errungenschaften der Demokratie, die wir alllzu häufig als selbstverständlich hinnehmen. Derzeit genügt jedoch ein Blick in die Türkei um zu sehen, wie schnell wesentliche Elemente einer Demokratie abgeschafft oder ausgehöhlt werden können.

  • Aktuell / 27.03.2017

    Zum Tod von Heinz-Joachim Aris

    Heinz-Joachim Aris.

    Im Alter von 82 Jahren ist in der Nacht zu Freitag (24.03.2017) nach schwerer Krankheit unser langjähriges Präsidiumsmitglied Heinz-Joachim Aris gestorben. Der gebürtige Dresdener hat sich stets mit Leidenschaft über Jahrzehnte für die jüdische Gemeinschaft engagiert. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

  • Presseerklärungen / 14.03.2017

    Strafrechtliche Sanktionierung von Hate Speech dringend erforderlich

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt den Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zur Bekämpfung von Hate Speech in sozialen Netzwerken ausdrücklich. Juden sind in den social media täglich antisemitischer Hetze ausgesetzt. Judenfeindliche Ressentiments werden durch das Internet weltweit verbreitet. Eine strafrechtliche Sanktionierung von Volksverhetzung, Verherrlichung des Nationalsozialismus sowie Holocaustleugnung in den sozialen Medien ist daher dringend erforderlich, zumal eine freiwillige Selbstverpflichtung bislang nicht zu einer merklichen Reduzierung von Hasskommentaren geführt hat. Das Internet darf nicht zum rechtsfreien Raum werden.

  • Presseerklärungen / 07.03.2017

    Gemeinsames Seminar mit Zentralrat der Muslime zur Flüchtlingsintegration

    Eröffneten das Seminar: Der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, Daniel Botmann, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, und der stellvertretende Direktor der ZWST, Aron Schuster (v. l.).

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland haben in einem zweitägigen Seminar mit dem Zentralrat der Muslime in Deutschland Erfahrungen in der Integrationsarbeit mit Flüchtlingen ausgetauscht. Dabei wurden die Arbeitsweisen in den Organisationen vorgestellt und diskutiert. Unter den rund 20 Teilnehmer, je zur Hälfte Sozialarbeiter aus jüdischen Gemeinden und aus Moscheegemeinden, kam es zu einem offenen und intensiven Gespräch.