
Tausende Touristen flanieren in diesen schönen Mai-Tagen in Berlin auf dem Boulevard Unter den Linden. Manch einer wird sicher auch den Bebelplatz überqueren. Vielleicht bleibt auch einmal jemand stehen an der unauffälligen Glas-Scheibe, die in den Boden eingelassen ist. Der Blick fällt auf unterirdische Bücherregale: Sie sind leer.
Vor genau 80 Jahren, am 10. Mai 1933, ließen die nationalsozialistischen Machthaber mit Hilfe der Deutschen Studentenschaft überall im Land Bücher verbrennen. Werke berühmter Autoren gingen in Flammen auf: von Heinrich Heine und Sigmund Freud, von Thomas und Heinrich Mann, von Bertolt Brecht und Erich Kästner, von Kurt Tucholsky und Alfred Kerr, um nur einige zu nennen. Viele jüdische Schriftsteller waren darunter, sehr viele sogar.
Liebe Freunde,
Happy Birthday! Israel feiert seinen 65. Geburtstag und ganz Deutschland feiert mit!
Es ist mir eine ganz große Freude auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft für die bundesweiten Israel-Tage zu übernehmen. In diesem Jahr fällt Jom Yerushalayim auf den 8. Mai. Wir gedenken dabei der Befreiung und Wiedervereinigung Jerusalems nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, ist am Montag in Budapest zum Vizepräsidenten des World Jewish Congress (WJC) gewählt worden.
„Ich freue mich sehr und bin mir über diese verantwortungsvolle Position sehr bewusst“, sagte Dr. Graumann im Anschluss an die Wahl, die während der Vollversammlung des Jüdischen Weltkongresses stattfand. „Die weltweite Vernetzung und Zusammenarbeit ist für uns Juden besonders wichtig. Der Zusammenhalt über Landesgrenzen hinweg ist eine jahrtausendealte jüdische Tradition. Das zeigt sich auch gerade daran, dass das WJC mit seiner Vollversammlung in Ungarn tagt. In dem Land breitet sich gerade eine aggressive antisemitische Stimmung aus, ausgehend von einer durch und durch faschistischen Partei, die zurzeit drittstärkste Macht im Lande ist. Doch wir lassen uns keineswegs einschüchtern und stehen ganz klar und geschlossen an der Seite der ungarischen Juden. Wir setzen hier ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und Intoleranz.“
Der diesjährige weltweite MitzvahDay findet am 17. November 2013 statt. Der Mitzvah Day beruht auf der Überzeugung, dass jeder - wirklich Jeder - unsere Welt positiv beeinflussen kann. Das Konzept des Mitzvah Days basiert auf zentralen jüdischen Werten wie: Tikkun Olam („Verbesserung der Welt“), Tzedek („Gerechtigkeit“) und Gemilut Chassadim („Mildtätigkeit“). An einem festgelegten Tag im Jahr soll mit besonderen Aktionen das Augenmerk auf diese Werte gelenkt werden. Am Mitzvah Day versuchen wir, weltweit mit vereinten Kräften in unzähligen kleinen Aktionen die Welt ein Stück besser zu machen. Weitere Informationen unter: www.mitzvahday.de.
Von Lesungen bis Gemeindeversammlungen, von Rosch Haschana bis Pessach: Mit einem neuen Veranstaltungskalender will der Zentralrat der Juden in Deutschland die Kommunikation und Vernetzung zwischen den jüdischen Landesverbänden und Gemeinden sowie den jüdischen Organisationen in Deutschland fördern. Der neue Kalender ist bereits online ( www.veranstaltungskalender.zentralratdjuden.de ) und kann von Vertretern der Institutionen genutzt werden. Sie können Ihre Angebote ab sofort einstellen!
„Jews Go Green“ ist ein Projekt des Zentralrats der Juden in Deutschland zum Thema Judentum und Nachhaltigkeit. Ziel des Projektes ist es, den Zusammenhang zwischen Ökologie und Judentum deutlich zu machen. Wir möchten Informationen zu jüdischen Quellen und praktische Tipps zu umweltbewusstem Leben vermitteln. Das Projekt richtet sich vor allem an die junge Generation der in Deutschland lebenden Juden und hat sich zum Ziel gesetzt, durch Stärkung eines ökologischen Bewusstseins auch in den jüdischen Gemeinden einen Bewusstseinswandel herbeizuführen und, wo schon vorhanden, zu stärken. Informationen zum Thema Judentum und Umweltschutz werden mit praktischen Aktionen vor Ort gekoppelt und zusammen mit den Gemeinden vor Ort umgesetzt. Damit setzen wir uns ein für Tikkun Olam - Für eine bessere Welt für uns alle!
Die Zuwanderung von Juden aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion hat zu einer Neubauwelle von Synagogen in Deutschland geführt. Diese erfreuliche Entwicklung kann mithilfe des Synagogendossiers nachvollzogen werden. Zusammengestellt wurden diese Daten von Dr. Ulrich Knufinke, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa.
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