Am Montag, den 30. August 2010, findet in der historischen Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig die feierliche Ordination zweier Rabbiner des Rabbinerseminars zu Berlin statt. Damit setzt die vor wenigen Jahren wiedereröffnete Einrichtung ihre Arbeit, deutschsprachige Rabbiner für die jüdischen Gemeinden in Deutschland auszubilden, erfolgreich fort und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu einem wiedererstarkenden jüdischen Leben in Deutschland. Zu den Feierlichkeiten werden hochrangige Persönlichkeiten aus aller Welt wie der Präsident des World Jewish Congress, Ronald S. Lauder, der Präsident der Yeshiva University in New York, Richard M. Joel, führende Rabbiner Europas sowie eine Vielzahl hochrangiger Repräsentanten der jüdischen Gemeinschaft und weitere Ehrengäste erwartet. Die diesjährigen Absolventen sind Rabbiner Moshe Baumel und Rabbiner Shlomo Afanasev.
«Die Initiative Mecklenburg-Vorpommerns, künftig von Kita-Betreibern einen Nachweis zu verlangen, dass sie nicht von Extremisten unterwandert werden, ist ein starkes Beispiel für einen kämpferischen demokratischen Staat, der sich wehren will und den Todfeinden der Freiheit keinesfalls unsere Kinder überlassen darf», sagte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, gegenüber der Onlineausgabe des «Handelsblatt». Graumann fordert von den Bundesländern einen Erlass gegen Rechtsextreme in Kitas.
Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, und die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Judith Neuwald-Tasbach, nahmen am 22. Juli an der Gedenkveranstaltung anläßlich des zehnjährigen Bestehens des Deutschen Riga Komitees im Wald von Bikernieki (Lettland) teil.
Am 19. Juli 1950 wurde der Zentralrat der Juden in Deutschland in Frankfurt/Main gegründet. Das war vor genau 60 Jahren und es gab damals 15 000 Juden, die noch oder wieder auf deutschem Boden lebten. Seither hat sich viel geändert, die Mitgliederzahl ist aufgrund der Zuwanderung aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion gestiegen, das jüdische Leben ist bunter und vielfältiger geworden. 60 Jahre Zentralrat der Juden ist zum einen eine großartige Erfolgsgeschichte, zum anderen muss sich der Zentralrat mit seinen inzwischen über 105.000 Mitgliedern neuen Herausforderungen stellen.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland wurde vor sechs Jahrzehnten gegründet. Zum Jubiläum führt die Deutsche Welle ein Interview mit Generalsekretär Stephan J. Kramer.
Das Judentum, jüdisches Leben in Deutschland und aktuelle Fragen, die für die jüdische Gemeinschaft ebenso wie für die gesamte deutsche Öffentlichkeit von Interesse sind, stellen ein wichtiges Element der deutschen Medienberichterstattung dar. Der Zentralrat der Juden in Deutschland möchte mit seinem Mediendienst seinen Beitrag zu einer Anreicherung des Informationsflusses zu diesen Themen leisten. Die 6. Ausgabe des Mediendienstes ist eine Stellungnahme von Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, zu antiisraelischen Ausfällen im Gefolge der Militäroperation gegen die „Solidaritätsflotte“ für Gasa.
Die Zuwanderung von Juden aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion hat zu einer Neubauwelle von Synagogen in Deutschland geführt. Diese erfreuliche Entwicklung kann mithilfe des Synagogendossiers nachvollzogen werden. Zusammengestellt wurden diese Daten von Dr. Ulrich Knufinke, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa.
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