6. Jahrgang Nr. 4 / 28. April 2006 - 30. Nissan 5766

Nachrichten

Baubeginn für jüdisches Zentrum in Leipzig

Nach langem Rechtsstreit hat der Bau des jüdischen Begegnungszentrums begonnen: Zum symbolischen ersten Spatenstich für das Zentrum trafen sich am 24. April Vertreter der Stadt, des Landes und der jüdischen Gemeinde. Küf Kaufmann, der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, hofft, dass es eine Begegnungsstätte für viele Leipziger werde. Es sei ein Zentrum für Juden und Nicht-Juden, ein Ort, wo man zusammentreffe, gemeinsam diskutiere und feiere. Kaufmann sagte, der Bau der Gebäude werde ein Jahr dauern. Das jüdische Begegnungszentrum konnte erst jetzt gebaut werden, weil Anwohner dagegen geklagt hatten. Sie befürchteten, das Zentrum könnte ihre Ruhe und Sicherheit gefährden.
dpa

Deutschland will Holocaust-Archiv für Historiker öffnen

Deutschland hat seine jahrelangen Vorbehalte gegen die Öffnung der Archive des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen in Hessen für die wissenschaftliche Forschung aufgegeben. Das teilte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) in Washington mit. Die elf Staaten, die 1955 die Bonner Verträge über den Suchdienst unterzeichnet hätten, müssten einer entsprechenden Änderung des Vertragswerkes während des nächsten Treffens am 17. Mai in Luxemburg zustimmen. Deutschland hatte aus Datenschutzgründen Vorbehalte gegen eine Öffnung der Archive.
dpa