6. Jahrgang Nr. 3 / 24. März 2006 - 24. Adar 5766

Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen

"Sie blicken auf die Eigenheiten der Menschen mit so viel Wärme, schreiben mit einem so großen Herzen und denken mit einem so klaren und wachen Verstand, dass man ihre Mahnungen, ihre Analysen und Kommentare nicht falsch verstehen kann", sagte die Schauspielerin Iris Berben in ihrer Laudatio über den 51 Jahre alten Schriftsteller und Sohn von Holocaust-Überlebenden, den niederländischen Schriftsteller Leon de Winter, dem im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit Anfang März in Berlin die Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen wurde. Mit Leon de Winter werde in diesem Jahr ein Schriftsteller geehrt, der mit Mut und Furchtlosigkeit und auf unkonventionelle Art die Schwachstellen der europäischen Gesellschaft aufzeige, hieß es in der Begründung. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Verein „Gesicht zeigen“ für sein "entschiedenes Eintreten gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur". Die Schauspielerin Iris Berben beschrieb die Initiative als einen kleinen Verein mit großer Wirkung. Der Verein wurde im August 2000 unter anderem vom damaligen Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye (SPD) sowie dem Präsidenten des Zentralrates der Juden, Dr. h.c. Paul Spiegel, gegründet.

Die Buber-Rosenzweig- Medaille erinnert an die jüdischen Philosophen Martin Buber und Franz Rosenzweig. Die Woche der Brüderlichkeit, die von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit organisiert wird, dient der Verständigung zwischen beiden Religionen.

zu/dpa