4. Jahrgang Nr. 4 / 30. April 2004 - 9. Ijar 5764

Internationales Forum gegen Judenhass

Gemeinsam gegen den Antisemitismus kämpfen – dieses Ziel formulierten über 200 Teilnehmer der NGO-Konferenz (non-governmental organisations), die im Vorfeld der OSZE-Konferenz gegen Antisemitismus diese Woche in Berlin stattfand. Auf Einladung des American Jewish Committee und des Zentralrats der Juden in Deutschland hatten sich zahlreiche unabhängige Initiativen und Organisationen aus dem In- und Ausland zusammengefunden, um ihre Aktionen künftig besser zu vernetzen, um im globalen Kontext auf das wachsende Problem des neuen Antisemitismus vor allem in Europa aufmerksam zu machen. In einer 49 Punkte umfassende Erklärung forderten die NGO unter anderem ihre Regierungen und Länder auf, den Antisemitismus nicht nur explizit zu verurteilen, sondern konkrete Schritte dagegen zu unternehmen. Es müsse verstärkt darum gehen, antisemitische Tendenzen zu erkennen, sie zu registrieren („monitoring“) und gleichzeitig eine gesellschaftliche Sensibilisierung zu entwickeln, in deren Mittelpunkt konkrete Aufklärungskampagnen, Verständnis und Dialogangebote stehen. Durch die EU-Osterweiterung stehe der globale Kampf gegen Antisemitismus vor einer großen Herausforderung.