13.03.2006

Architektur-Modelle für das Deutsche Historische Museum – Zentralrat der Juden unterstützt Ausstellungsprojekt

„Durch die Pogromnacht und Shoah sind Hunderte von Synagogen auf deutschem Boden verbrannt oder zerstört worden. Deshalb kann die Entscheidung des Deutschen Historischen Museums nicht hoch genug eingeschätzt werden, das Modell des Tempels der Hamburger jüdischen Reformgemeinde in die neue Dauerausstellung über Sakralbauten in der Zeit der Weimarer Republik aufzunehmen“, sagt der Vize-Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Salomon Korn. Als Beispiele für bedeutende Sakralbauten, die traditionelle Bauformen mit modernen Gestaltungselementen verbinden, werden neben dem Hamburger Tempel außerdem die katholische Christkirche in Mainz-Bischofsheim und die evangelische Auferstehungskirche in Essen zu sehen sein.

„Wir sind stolz, dass wir uns gemeinsam mit dem Verband der katholischen Diözesen Deutschland und der die Evangelische Kirche in Deutschland an diesem einzigartigen deutsch-israelischen Forschungsprojekt Bet Tfila beteiligen konnten“, freut sich Salomon Korn anlässlich der Übergabe an das Deutsche Historische Museum am 15. März in Berlin.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Wanderausstellung „Synagogen in Deutschland“, die von der Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa am Fachgebiet Baugeschichte der TU Braunschweig zusammengetragen wurderutiger 45 light" >, in sein Kulturförderprogramm aufgenommen. Dabei werden neben dem Hamburger zahlreiche weitere Synagogenmodelle in verschiedenen deutschen Städten gezeigt.

„Die Ausstellungen über die Früchte der dokumentarischen Arbeit der Forschungsstelle Bet Tfila bringen einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte – die Architektur der jüdischen Gotteshäuser - ins öffentliche Bewusstsein. Darüber hinaus wird auf diese Weise der Verlust unzähliger Synagogen dem Vergessen entrissen.“, lobt Korn die Arbeit der Braunschweiger Wissenschaftler der Bet Tfila.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bet-tfila.org

Berlin, den 13. März 2006/13. Adar 5766