4. Jahrgang Nr. 3 / 19. März 2004 - 26. Adar 5764

Drei Musikensembles reisen durch die Gemeinden

„Das hebräische Kunstlied“ ist Programmtitel und zugleich unmissverständliches Motto: Bass-Bariton Assaf Levitin präsentiert mit seinen beiden Begleitern – Roy Friedman am Klavier und Yuval Cohen am Saxophon – einen bunten Reigen aus populären und auch weniger bekannten klassischen Liedern in hebräischer Sprache, die durch ihre ungewöhnlichen Arrangements ein völlig neues Klanggefühl vermitteln.

Der 1972 in Israel geborene Sänger debütierte nach seinem Studium an der Tel Aviver Musikakademie am „Habima Nationaltheater Israel“. Eine weitere Station seiner internationalen Sängerkarriere war dann die Oper in Zürich. Schließlich führte ihn sein Weg nach Deutschland, wo er nach einer Gesangsausbildung an der „Hochschule des Saarlandes“ in der Spielzeit 2002 schließlich Ensemblemitglied der Dortmunder Oper wurde.

Ein Jazzpianist, ein Saxophonist, ein klassischer Liedsänger – wie passt das zusammen? Überzeugend! Wer Lieder hört wie „Jeruschalajim Schel Sahaw“ oder „Kalanijot“ spürt den besonderen Reiz der Musik, der durch die ungewöhnliche Kombination klassischer Gesangspartien mit Jazzelementen entsteht.

Auf Jazz aus den dreißiger und vierziger Jahren konzentrieren sich auch die Saxophonistin Irina Prodan und der Pianist Peter Reiter-Schaub. Berühmte Melodien von Cole Porter und George Gershwin werden von dem Jazz-Duo je nach Improvisationslaune völlig neu arrangiert.

Ganz anders bei Raissa Tscheptscherenko. Die Sopranistin setzt bewusst auf russische Romanzen sowie jüdische und israelische Volkslieder. Gemeinsam mit ihrem Ensemble – ihrem Mann, dem Pianisten Alexander Serebrjanik, und ihrem Sohn, David Serebrjanik (Klavier) – bietet der Star aus der Ukraine den Besuchern in den Gemeindesäle ein fröhliches musikalisches Vergnügen. zu