4. Jahrgang Nr. 3 / 19. März 2004 - 26. Adar 5764

Nachrichten

Jüdische Gemeinde akzeptiert Entschuldigung von Peter Eisenman

Der Architekt des Holocaust-Mahnmals, Peter Eisenman, hat sich beim Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Albert Meyer, für seine umstrittene Äußerung entschuldigt. Eisenman hatte bei der letzten Kuratoriumssitzung der Holocaust-Stiftung Mitte Februar in einem Witz seinen Zahnarzt zitiert. Dieser habe ihn gefragt habe, ob seine (Eisenmans) Zahngoldfüllungen von der NS-Firma Degussa stammen würden. Daraufhin habe der ehemalige Vorsitzende der Berliner Gemeinde, Alexander Brenner, unter Protest die Sitzung verlassen. In der Öffentlichkeit war im Nachhinein über die Äußerungen, den Architekten und die Stiftungsmitglieder eine heftige Auseinandersetzung entbrannt. «Ich akzeptiere diese Entschuldigung», so Meyer gegenüber der Presse. Im Mai soll es ein Treffen zwischen der Gemeinde und Eisenman in Berlin geben.
dpa

Mehr als 2000 Bochumer Bürger demonstrieren für Synagogen-Bau

Mehr als 2000 Bochumer Bürger demonstrierten am vergangenen Sonnabend friedlich für den Neubau einer Synagoge in Bochum. Jeweils vier Angehörige der rechten und der linken Szene seien am Rande der Demonstrationen in Gewahrsam genommen worden, so das Fazit der Polizei. Dabei wurden zwei Beamte leicht verletzt. Die rechtsextreme NPD hatte ursprünglich zu einer Demonstration gegen den Neubau aufgerufen. Der umstrittene Aufmarsch war jedoch vom Oberverwaltungsgericht Münster verboten worden.
dpa