5. Jahrgang Nr. 12 / 23. Dezember 2005 - 22. Kislew 5766

Nachrichten

Beni Bloch ausgezeichnet

Der Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWSt), Beni Bloch, ist für seine Arbeit in der Wohlfahrtspflege mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Hessens Ministerpräsident Roland Koch würdigte die Leistungen des 62jährigen Sozialpädagogen für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland. Bloch gehört der ZWSt seit 1972 an. Zunächst war er Jugendleiter, seit 1987 ist er Direktor der jüdischen Wohlfahrtsorganisation. Als er sein Studium der Pädagogik, Geschichte und politischen Wissenschaft Anfang der sechziger Jahre aufnahm, begründete er seine Studienwahl damit, dass er das Judentum vermitteln, Jugend- und Sozialarbeit leisten und mithelfen wolle, wieder eine jüdische Gemeinschaft aufzubauen.
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Jüdische Gemeinde hat neue Tora-Rolle

Die Israelitische Religionsgemeinde Leipzig eröffnete in einer feierlichen Zeremonie ihr neues Tora-Zentrum. Es soll dem traditionellen jüdischen Leben sowie Gottesdiensten für junge Juden aus Leipzig dienen. Zunächst konnte die Gemeinde in einem Festakt ihre neue Tora-Rolle in Empfang nehmen. Um das Zentrum eröffnen zu können, wurde die Israelitische Religionsgemeinde von der Ronald S. Lauder Foundation, die die Bildung junger Juden fördert, dem Zentralrat der Juden in Deutschland und Sponsoren unterstützt. Die Londoner Familie Rogosnitzky, deren Urgroßvater, der während der NS-Zeit Leipzig verlassen musste, prägte einst als Rabbi jüdisches Leben in Leipzig, stiftete die Tora-Rolle als Leihgabe.
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