5. Jahrgang Nr. 12 / 23. Dezember 2005 - 22. Kislew 5766

Nachrichten

Aussagen sind „widerwärtig“ und „abscheulich“

Zentralrats-Präsident Paul Spiegel, hat die neuerlichen antisemitischen Aussagen von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedjad als «widerwärtig und abscheulich» bezeichnet. «Ich habe meine Schwester und viele Verwandte durch den Holocaust verloren. Für diese unerträglichen Äußerungen fehlen einem die Worte», sagte er und forderte die Bundesregierung und die Vereinten Nationen erneut zu Sanktionen gegen den Iran auf. Spiegel: «Ein solcher Mann gehört aus der Völkergemeinschaft ausgeschlossen. Die fortgesetzte Appeasement-Politik der europäischen Regierungen, auch Deutschlands, gegenüber der Islamischen Republik des Iran muss endlich ein Ende finden.“ Sämtliche Möglichkeiten der politischen Einflussnahme, von politischen und wirtschaftlichen Sanktionen, bis hin zum Ausschluss aus den Vereinten Nationen müssten endlich ernsthaft geprüft und auch umgesetzt werden.

Ahmadinedjad hatte seine Verbalattacken gegen Israel und den Westen verschärft und den Holocaust erneut geleugnet und als Mythos bezeichnet. Statt die israelischen Angriffe gegen die Palästinenser zu thematisieren, «widmet sich der Westen dem Märchen vom Massaker an den Juden», sagte er bei einer Rede im Südosten Irans.
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