5. Jahrgang Nr. 11 / 25. November 2005 - 23. Cheschwan 5766

Symbol der Hoffnung

67 Jahre nach Zerstörung der Synagoge in Bochum während der Kristallnacht 1938 ist Mitte November der Grundstein für ein neues Gotteshaus gelegt worden. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel (links neben dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, Grigory Rabinovich), kritisierte bei der Feier Proteste von Rechtsextremen gegen den Neubau. Spiegel: "Die Freude über die Entstehung einer Synagoge als einem von Erwachsenen und Kindern erfüllten Haus der Religion, des Studiums und der Begegnung ist auch 60 Jahre nach dem Ende der NS-Gewaltherrschaft mit großer Trauer gepaart." Der Gemeinde-Vorsitzende Rabinovich sprach von einem "großen Tag": "Heute kommen wir unserem Traum einen Schritt näher." Die jüdische Gemeinde

Bochum-Herne-Hattingen hat knapp 1200 Mitglieder. Die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen entsteht nach den Plänen der Architekten Peter Schmitz und Ulrike Beuter. Das sieben Millionen Euro teure Bauprojekt am Rande der Innenstadt soll 2008 fertig sein. Geplant sind auch ein Gemeindesaal und ein Sozialzentrum. In Gelsenkirchen entsteht zurzeit ebenfalls eine neue Synagoge und Marburger Gemeinde weiht an diesem Wochenende ihre Synagoge ein.

Foto:dpa/Zukunft