5. Jahrgang Nr. 10 / 28. Oktober 2005 - 25. Tischri 5766

Tagung im Centrum Judaicum

„Die Brückenfunktion der Juden in Deutschland in den deutsch-israelischen Beziehung“ ist der Titel einer Tagung, die am 17. November vom Zentralrat der Juden in Deutschland und der Heinrich Böll Stiftung im Berliner Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28-30, veranstaltet wird. Aus Anlass der 40-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel, die in diesem Jahr gefeiert werden, beschäftigen sich die Referenten und Gesprächpartner mit der Frage, welche Rolle der jüdischen Gemeinschaft in der Bundesrepublik im diplomatischen Verhältnis der beiden Länder zukommt. Vor dem Hintergrund, dass sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs die kleine jüdische Gemeinschaft weniger mit Deutschland denn mit Israel als Heimat identifizierte, ist es umso bemerkenswerter, wie die Juden sehr langsam in Deutschland wieder ein neues, dauerhaftes Zuhause fanden. Und hier kam ihnen dann – gewollt oder nicht gewollt – zuweilen eine Vermittlerrolle zwischen Deutschland und Israel zu. Gäste der Tagung werden unter anderen der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, die Vizepräsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft zu Leipzig, Küf Kaufmann und der israelische Publizist Amos Elon sein. Zu der kostenlosen Tagung ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich (www.boell.de/veranstaltungen).
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