27.10.2005

Empörung und Entsetzen über Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad

Als Skandal und Schlag ins Gesicht der Demokratie bezeichnete Paul Spiegel, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Aussagen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad, die er bei einer Konferenz in Teheran gemacht hat. Präsident Ahmadinejad hatte öffentlich zur Vernichtung Israels und der jüdischen Gemeinschaft aufgerufen.

„Ich sehe durch solche Hassaufrufe die Sicherheit der jüdischen Gemeinden gefährdet“, sagte Paul Spiegel. „Es ist zu befürchten, dass islamitische Fanatiker sich nun erst recht ermutigt fühlen, jüdische Gemeinden und Einrichtungen anzugreifen. Spätestens jetzt müssen der Welt die Augen geöffnet sein für die Gefahr, die vom Iran ausgeht. Dies gilt vor allem für die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm und ihre Langstreckenraketen.“

Aufrufe zu Gewalt oder gar zur Zerstörung anderer Staaten sind nicht hinnehmbar. Wir fordern die internationale Staatengemeinschaft auf, diesen Aufruf zum Völkermord unmissverständlich zu verurteilen. Jeder demokratische Staatspräsident sollte darüber nachdenken, ob er sich künftig mit diesem iranischen Präsidenten an einen Tisch setzen kann!

Berlin, den 27. Oktober 2005/ 24. Tischri 5766