27.10.2005

Leo-Baeck-Preis 2005 für Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Hommelhoff

Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeichnet den Rektor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg rial unicode ms" font-weight normal >Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Hommelhoffrial unicode ms" > mit dem Leo-Baeck-Preis 2005 aus. In seiner Begründung würdigt der Zentralrat der Juden vor allem das Engagement des Universitätsrektors für die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. Hommelhoff hat immer wieder öffentlich bekundet, das die Hochschule für Jüdische Studien eine besondere wissenschaftliche Institution sei, die für das jüdische Leben und die jüdischen Gemeinden in Deutschland von unschätzbarer Bedeutung ist. Gerade vor dem Hintergrund, dass das Verhältnis der Ruprecht-Karls-Universität zum Judentum in den vergangenen Jahrhunderten zuweilen schwer belastet war, verdient Hommelhoffs Engagement, sich mit der Geschichte seiner wissenschaftlichen Einrichtung auseinander zusetzen, unseren besonderen Respekt. Hommelhoff hat nie Zweifel daran gelassen, dass er alles in seiner Macht als Wissenschaftler und Hochschulrektor stehende dafür tun werde, um jüdisches Leben innerhalb unserer Gesellschaft und vor dem Hintergrund der düsteren deutschen Geschichte, fest zu etablieren. Sein unermüdliches Eintreten für ein eigenes Habilitationsrecht der Hochschule für Jüdische Studien und ihrer Aufnahme in die Hochschulrektorenkonferenz sind zwei von zahlreichen Beispielen dafür, wie sehr sich Peter Hommelhoff für die Aussöhnung der Deutschen und Juden einsetzt. Es ist sein Verdienst, dass zwischen beiden Hochschulen eine intensive Kooperation und eine rege wissenschaftliche Zusammenarbeit besteht.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland ehrt seit 1956 zur Erinnerung an den jüdischen Wissenschaftler und Rabbiner Leo Baeck (1873-1956) mit dem gleichnamigen Preis Menschen, die sich in hervorragender Weise für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland eingesetzt haben.

Die Verleihung des Leo-Baeck-Preises 2005 findet am Dienstag, 6. Dezember 2005 um 11 Uhr in der Alten Aula der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg statt.

Berlin, den 27. Oktober 2005/24. Tischri 5766