17. Jahrgang Nr. 9 / 29. September 2017 | 9. Tischri 5778

Botschafter

Ende August trat der neue israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, sein Amt an, nachdem ihm Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier die Akkreditierung ausgehändigt hatte. Issacharoffs erste Amtshandlung war ein Besuch der Gedenkstätte Gleis 17 am Berliner S-Bahnhof Grunewald. Dort legte der neue Botschafter einen Kranz nieder. Issacharoff erklärte: „Ich spüre die Last der Geschichte auf meinen Schultern, heute, da ich mein Amt als Botschafter des Staates Israel in einem Deutschland antrete, das so anders ist als jenes der Vergangenheit.“ Die Erinnerung an die Schoa, so der Botschafter weiter, „wird das israelische und das deutsche Volk für immer aneinander binden, doch das Leid der Vergangenheit darf die Zukunft nicht bestimmen. Wir tragen die Verantwortung dafür, sowohl an die schicksalhafte Vergangenheit zu erinnern als auch gemeinsam für ein dynamisches und besseres Schicksal für unsere Kinder zu arbeiten.“ Namens des Zentralrats der Juden in Deutschland hieß Zentralrat-Vizepräsident Abraham Lehrer den neuen israelischen Boschafter willkommen und sicherte ihm die Unterstützung der jüdischen Gemeinschaft mit Blick auf Israel zu. In seiner Ansprache erklärte Lehrer, mit der Gedenkzeremonie werde ein Signal ausgesandt, „dass wir niemals vergessen werden und auch andere nicht vergessen lassen, was geschah und was unserem Volk angetan wurde.“ Issacharoff hat Yakov Hadas-Handelsman abgelöst, der in den letzten fünf Jahren Israel als Botschafter in der Bundesrepublik vertreten hatte. Der gebürtige Londoner Issacharoff ist Berufsdiplomat und Strategieexperte. Unter anderem war er in den Jahren 2010 bis 2014 als stellvertretender Generaldirektor des israelischen Außenministeriums für strategische Fragen und anschließend für multilaterale Beziehungen verantwortlich.

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