17. Jahrgang Nr. 3 / 29. März 2017 | 2. Nissan 5777

Verstorben

Am 24. März ist das langjährige Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland Heinz-Joachim Aris verstorben. Aris überlebte die NS-Verfolgung in seiner Heimatstadt Dresden. Sein Vater, Helmut, war in der DDR-Zeit Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in der Stadt. Der Sohn, von Beruf Industriemanager, war 1992 bis 2012 Geschäftsführer der Gemeinde und baute sie maßgeblich mit auf. Seit 2002 war er zudem Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Sachsen und kümmerte sich vorrangig um die Integration der Zuwanderer aus der Ex-UdSSR. 2002 wurde er in das Direktorium des Zentralrats gewählt und gehörte seit 2006 mit anderthalbjähriger Unterbrechung dem Präsidium an.
Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster erklärte zum Tode von Heinz-Joachim Aris: „Die Nachricht erfüllt uns mit tiefer Trauer. Der Zentralrat und die jüdische Gemeinschaft in Deutschland haben einen warmherzigen und klugen Menschen verloren, der sich in überaus hohem Maße für die Belange der Gemeinschaft engagiert hat. Wir haben Heinz-Joachim Aris sehr viel zu verdanken.“ Der Zentralrat sprach Aris’ Frau und seiner Familie sein tiefes Mitgefühl aus.

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