Die Machtergreifung der Bilder, Der Nationalsozialismus im Film

6. – 8. Dezember 2017 Filmseminar in Wiesbaden

„Der Film ist eines der modernsten und weitreichendsten Mittel der Beeinflussung der Massen."
Joseph Goebbels, Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, 9. Februar 1934

Durch die Verbindung von demagogischer Rhetorik, planvoll choreographierten Massenveranstaltungen und effektiver Nutzung moderner Technik für Propagandazwecke, insbesondere des Einsatzes von Film und Radio, gelang es den Nationalsozialisten, weite Teile des deutschen Volkes für ihre rassistische Politik zu gewinnen.
Der Erfolg der nationalsozialistischen Propaganda ist nicht zuletzt einer Filmproduktion geschuldet, die die deutsche Bevölkerung auf den Vernichtungsfeldzug gegen das europäische Judentum einstimmte. Für die Propaganda im Nationalsozialismus spielte der Film eine zentrale Rolle. Das Regime bediente sich der Suggestivkraft der Bilder zur Mobilisierung und Indoktrination.
Die Sichtung dieser Filme dient zum einen der Wahrnehmung filmsprachlicher und ideologischer Deutungsmuster, mit der die Nationalsozialisten ihre Ziele vorantrieben und der Sensibilisierung im Hinblick auf aktuelle fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen in der gegenwärtigen politischen Landschaft.

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