Das Gottesverständnis im Judentum, Annäherung an religiöse Kernfragen

28. – 30. Juni 2017, Tagung in Frankfurt am Main

„Und der Herr sprach zu Moses: Siehe, ich will einen Bund schließen: Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Völkern(…)“
(2. Buch Mose 34,6-7)

Das ‚Schma Israel‘ - „Höre Israel, der Ewige ist unser G‘tt, der Ewige ist einzig“ (5. Buch Mose 6,4) - ist der Grundpfeiler der jüdischen Religion, des Monotheismus und des Verhältnisses der Juden zu G‘tt. Es geht im Judentum nicht allein darum, die Eigenschaften, über die Gott verfügt, zu erkennen, sondern um den Umgang G‘ttes mit den Menschen und seinem Volk.
Das Ziel der Gotteserkenntnis im Judentum wird traditionell mit dem Studium der Tora und der Einhaltung der Gebote erreicht. Zugleich war und ist das Gottes- und Glaubensverständnis im Judentum Ausdruck unterschiedlicher Überlieferungen, kollektiver Erfahrungen und der jeweiligen Lebensformen.
Vor diesem Hintergrund werden religiöse, philosophische und biographische Zugänge zum Gottesverständnis in den unterschiedlichen Epochen jüdischer Existenz vorgestellt, die von Dankbarkeit, Demut aber auch von Zweifeln geprägt sind.