4. Jahrgang Nr. 1 / 30. Januar 2004 - 7. Schwat 5764

Streit beigelegt

Nach einem kurzen Streit haben jüdische Organisationen Anfang Januar ihren Streit mit der EU-Kommission über Antisemitismus beigelegt. Der Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses, Israel Singer, sprach Kommissionspräsident Romano Prodi sein Vertrauen aus und betonte, dass er auch im Namen der Präsidenten seiner Organisation und des Europäischen Jüdischen Kongresses spreche. Beide hatten der EU-Kommission kürzlich Antisemitismus vorgeworfen. Daraufhin hatte Prodi die Vorbereitungen für ein gemeinsames Seminar zu diesem Thema abgebrochen. Singer bescheinigte Prodi ein aufrichtiges Engagement gegen den Antisemitismus.

Hintergrund der Kritik war eine Meinungsumfrage, in der 59 Prozent der Befragten Israel als größte Gefahr für den Weltfrieden bezeichneten, sowie eine nicht veröffentlichte EU-Studie über Antisemitismus.

dpa