16. Jahrgang Nr. 12 / 16. Dezember 2016 | 16. Kislew 5777

Begegnung

Im vergangenen Monat trafen das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland und der geschäftsführende Parteivorstand der Partei DIE LINKE in Berlin erstmals zu einem Gedankenaustausch zusammen. Bei dem Gespräch ging es vorrangig um das aktuelle jüdische Leben in Deutschland sowie die Themen Antisemitismus, steigender Rechtsextremismus, das Erstarken der AfD und Israel.
Beide Seiten stimmten darin überein, dass der wachsende Rechtspopulismus und Rechtsextremismus besorgniserregende Züge angenommen hätten. Die Vertreter des Zentralrats der Juden thematisierten auch eine neue Form des Antisemitismus, die sich immer häufiger als vermeintliche Israel-Kritik äußere.
Im Anschluss an das Treffen erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster: „Das gesellschaftliche Klima und das bevorstehende Superwahljahr machen es notwendiger denn je, dass alle demokratischen Kräfte zusammenstehen. Der Parteivorstand der LINKEN hat offen auf unsere Anliegen reagiert. Das wissen wir zu schätzen.“
Die Parteivorsitzende der LINKEN, Katja Kipping, führte aus: „Es war ein sehr interessantes und produktives Treffen. Der Zentralrat der Juden ist ein wichtiger Partner beim Kampf gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck und Antisemitismus und für eine diskriminierungsfreie solidarische Gesellschaft.“

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