16. Jahrgang Nr. 9 / 30. September 2016 | 27. Elul 5776

Friede und Segen

Der Zentralrat der Juden in Deutschland gab erstmals ein Leselernbuch für Hebräisch heraus

Im September ist ein vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegebenes Leselernbuch für Hebräisch erschienen. Es ist das erste Mal, dass der Zentralrat ein solches Werk herausgegeben hat.
Unter dem Titel „Schalom Uwracha“ – wörtlich „Friede und Segen“, eine gängige hebräische Begrüßung – ist das Buch 136 Seiten stark und wird durch ein Arbeitsheft mit Schreibübungen ergänzt. Es ist für Anfänger gedacht, die das hebräische Alphabet lernen und die Fähigkeit erwerben wollen, hebräische Wörter zu lesen und dem Gebet in der Synagoge zu folgen. Der Leser wird Buchstabe für Buchstabe an die hebräische Schrift herangeführt.
Der Buchstabenerkennung folgt eine Anleitung zum Schreiben. Das Buch greift Begriffe jüdischer Gebete und jüdischer Tradition auf und richtet sich an alle Strömungen des Judentums. Es ist nicht zuletzt als Arbeitshilfe für den jüdischen Religionsunterricht gedacht, kann aber auch als Lernbuch für alle Altersstufen genutzt werden. Aus Anlass der Veröffentlichung erklärte der Geschäftsführer des Zen­tralrats, Daniel Botmann: „Das Buch reiht sich in eine Reihe von Projekten ein, mit denen der Zentralrat die jüdische Bildung in unseren Gemeinden voranbringen will. Wir hoffen, dass es sich als wertvolle Unterrichtshilfe erweist und möglichst große Verbreitung findet.“
Bei dem Projekt handelt es sich um eine deutsche Adaption des vom amerikanischen Verlag Behrman House (New Jersey) herausgegebenen Buches „Shalom Uvrachah: The New Hebrew Primer“. Als Mitglieder der Schulbuchkommission des Zentralrats waren mit dem Projekt befasst die Erziehungsreferentin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, Susanne Benizri-Wedde, Rabbinerin Gesa Ederberg von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie Marcus Schroll von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Ansprechpartnerin für weiterführende Informationen und Bestellungen ist die Kultus- und Bildungsreferentin des Zentralrats, Shila Erlbaum, die das Projekt für den Zentralrat geleitet hat.

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