Kurz-Biographien der Redner

Rabbiner Avichai Apel: gehört zum Vorstand der Orthodoxen Rabbinerkonferenz und ist seit August dieses Jahres Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main. Zuvor war er zwölf Jahre lang als Rabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund tätig. Der 40-Jährige wurde in Jerusalem geboren und wuchs in Petach Tikwa/Israel auf. Nach seiner Ordination arbeitete er zwei Jahre lang in der Ukraine.

Volker Bouffier: Seit 2010 ist Volker Bouffier Ministerpräsident von Hessen und stellvertretender Vorsitzender der CDU Deutschlands. Er wurde am 18. Dezember 1951 in Gießen geboren. Der Rechtsanwalt wurde 1982 als Abgeordneter der CDU in den hessischen Landtag gewählt. Seit 2010 ist er außerdem Vorsitzender der hessischen CDU. 1999 bis 2010 war Volker Bouffier hessischer Innenminister.

Dayan Chanoch Ehrentreu: ist seit 2009 Rektor des Rabbinerseminars zu Berlin. Er wurde 1932 in Frankfurt a.M. als Sohn des Rektors der bekannten Talmudhochschule Breuer Yeshiva geboren. 1939 floh die Familie nach England. Dort studierte Dayan Ehrentreu an den Talmudhochschulen Sunderland und Gateshead. Im Anschluss leitete er selbst 18 Jahre lang das von ihm selbst gegründete Institut für höhere Talmudstudien Sunderland Kollel. Er diente viele Jahre als Oberhaupt des Rabbinischen Gerichtshofes in Manchester und später auch in London. Zur Zeit ist er auch Oberhaupt des Rabbinischen Gerichtshofes der Europäischen Rabbinerkonferenz sowie als Leiter des Edgeware Kollel tätig.

Rabbiner Pinchas Goldschmidt: 1963 in Zürich geboren, ist Präsident der Konferenz Europäischer Rabbiner und Oberrabbiner von Moskau. Rabbiner Goldschmidt studierte in Israel und den USA. In Russland setzte er sich wiederholt und vehement gegen Antisemitismus ein.

Prof. Dr. Salomon Korn: 1943 im polnischen Lublin geboren, kam Salomon Korn als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Frankfurt am Main. Er studierte Architektur und Soziologie, 1976 promovierte er.1986 wurde das von ihm entworfene Ignatz Bubis-Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Frankfurt eröffnet. Seit 1986 gehört Salomon Korn dem Gemeinderat und dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt an, dessen Vorstandsvorsitzender er seit 1999 ist. Von 2003 bis 2014 war er außerdem Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Salomon Korn ist Ehrenprofessor des Landes Hessen und Kuratoriumsvorsitzender der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.

Rabbiner Aaron Kotler: ist seit 1996 Präsident der renommierten internationalen jüdischenTalmudhochschule Beth Medrash Govoha mit knapp 7.000 Studenten in Lakewood in New Jersey/USA. Sie gehörten zu den größten Jeschiwot der Welt und wurde von seinem Großvater 1943 gegründet. Sein Großvater Aharon Kotler war während des Zweiten Weltkriegs aus Osteuropa geflüchtet.

Ronald S. Lauder: Der 1944 in New York geborene Unternehmer ist seit 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses und gründete 1987 die Ronald S. Lauder Foundation. Die Stiftung finanziert jüdische Bildungseinrichtungen in aktuell 16 Ländern. In Deutschland unterstützt sie das Rabbinerseminar zu Berlin sowie verschiedene anderen Bildungseinrichtungen. Außerdem finanziert sie seit 1998 das europäische Büro der Anti Defamation League in Wien.

Dr. Josef Schuster: ist seit November 2014 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und seit 1998 Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg und Unterfranken. Außerdem steht er seit 2002 als Präsident dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern vor. Daneben ist er Kuratoriumsmitglied des Rabbinerseminars. Dr. Schuster wurde 1954 in Haifa/Israel geboren. 1956 kehrten seine Eltern mit ihm in die väterliche Heimat Unterfranken zurück. Dr. Schuster studierte in Würzburg Medizin und ließ sich 1988 als Internist mit einer eigenen Praxis in Würzburg nieder. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Rabbiner Julian-Chaim Soussan: ist seit 2013 Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main. Er wurde am 13.04.1968 in Schluchsee geboren und wuchs in Freiburg auf, studierte Volkswirtschaftslehre und Judaistik in Heidelberg. Zunächst arbeitete er als Religionslehrer, machte dann jedoch eine Rabbinerausbildung in Israel. Von 2003 bis 2011 war Julian-Chaim Soussan Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Von dort wechselte er nach Mainz, wo er bis 2013 tätig war.