16. Jahrgang Nr. 8 / 26. August 2016 | 22. Aw 5776

Auf der Tagesordnung

Im August feierte der Jüdische Weltkongress (WJC) sein 80. Jubiläum. Aus Anlass des Jahrestages erklärte WJC-Präsident Ronald Lauder, Wachsamkeit und mutiges Engagement seien für Juden auch heute erforderlich, um gegen Bedrohungen jüdischen Lebens einzutreten.
Der Jüdische Weltkongress wurde im August 1936 gegründet. Sein Ziel war es damals, jüdische Kräfte bei der Abwehr der Bedrohung durch Nazi-Deutschland zu einen. „Die Gründung des WCJ setzte damals jüdische Interessen zum ersten Mal auf die die Tagesordnung der internationalen Diplomatie“, erklärte Lauder. Zwar sei es nicht gelungen, den Holocaust zu verhindern, doch sei er sicher, dass die Gründungsväter und Gründungsmütter der Organisation auf die Erfolge des WJC seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges stolz wären. Heute vertritt der WJC jüdische Gemeinden und Organisationen in rund 100 Ländern.
Der WJC-Präsident verwies auf einen grundlegenden historischen Wandel, der sich in der jüdischen Welt vollzogen habe: „Erstens haben wir uns verändert. Die Ära des stillhaltenden Juden, des schüchternen Juden, des Ghettojuden, ist seit langem vorbei. Dieser Jude kommt nicht wieder. Zweitens gibt es den Staat Israel, den einzigen jüdischen Staat der Welt. Der Jüdische Weltkongress wirkt darauf hin, Israel und seine Menschen in der internationalen Arena zu verteidigen.“
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