5. Jahrgang Nr. 2 / 24. Februar 2005
15. Adar I 5765
Am 8. Februar 2005 wurde in Bochum der
Architekturwettbewerb für den Neubau einer Synagoge mit Gemeindezentrum
entschieden. Ziel des Wettbewerbs war es, ein sichtbares Zeichen „für
lebendiges jüdisches Leben in Bochum“ zu finden. Die Bochumer Synagoge wird nach Plänen des
Kölner Architekten Peter Schmitz gebaut. Die
Jury gab seinem Entwurf den 1. Preis.
Der Neubau am Rand der Bochumer Innenstadt
in direkter Nachbarschaft des Zeiss-Planetariums wird für die Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen gebaut. Die Stadt Bochum
schenkt der Gemeinde das 4300 Quadratmeter große Baugrundstück. Neben der
Synagoge mit rund 250 Plätzen werden Räume für die Jugend- und Seniorenarbeit, die
Verwaltung, Wohnungen und ein öffentliches Café entstehen.
Der siegreiche Entwurf überzeugte die Jury
durch seine „Klarheit und Offenheit“. Schmitz löst die Aufgabe durch ein
Ensemble aus drei klar voneinander getrennten, kubischen Baukörpern, die durch
einen gedeckten Außenraum miteinander verknüpft sind. Das Konzept für
den rund sieben Millionen Euro teuren Bau verbindet "maßvolle Repräsentanz
mit hoher Funktionalität", so die Jury. Die Synagoge für die derzeit rund
1200 Gemeindemitglieder enthält metaphorische Bezüge an den Tempel und das
Zelt. Mit dem Bau soll Anfang 2006 begonnen werden. Alle 35 eingereichten
Entwürfe sind vom 11. bis zum 20. Februar im Museum Bochum zu sehen.
mey