5. Jahrgang Nr. 7 / 29. Juli 2005 - 22. Tamus 5765

Drei Preise beim jüdischen Film-Fest vergeben

Beim „11. Jewish Film Festival” in Berlin, das unter dem Motto „Heimat, Heimweh, Hejmisch sein” stand, wurden drei Filmpreise verliehen: Den mit 2000 Euro dotierten „Gerhard-Klein-Publikumspreis” gewann der israelische Dokumentarfilm „Keep Not Silent”. Darin beschreibt die Regisseurin Ilil Alexander den Überlebenskampf von drei frommen lesbischen Frauen innerhalb der orthodoxen Gesellschaft. Erstmalig in diesem Jahr wurde der mit 3000 Euro dotierte „Preis für den besten israelischen Film” vergeben. Die privat gesponserte Auszeichnung ging an den bereits mit großem Erfolg in Israel gelaufenen Dokumentarfilm „Watermarks”. Regisseur Yaron Zilberman erzählt einfühlsam und emotional die Geschichte des Sportclubs „Hakoach Wien”. Mit Hilfe alter schwarz-weiß Fotografien und Original-Filmaufnahmen zeichnet er die Anfänge in den Dreißigern nach, schildert das Ende durch die Machtübernahme Hitlers, um dann, 65 Jahre später, sieben der ehemaligen Club-Schwimmerinnen, die heute in der ganzen Welt verstreut leben, noch einmal im „Stadtbad Wien” schwimmen zu lassen. Besonderer Höhepunkt des Festivals war denn auch der Besuch der Ex-Hakoach-Schwimmerin Ann-Marie aus England. Der neu ausgelobte „Förderpreis der Jüdischen Gemeinde zu Berlin” ging an das israelische Filmprojekt „Nadia’s Friends” von Chanoch Zeevi. Die 3000 Euro Preisgeld sollen helfen, den Dokumentarfilm zu vollenden. Insgesamt waren auf dem zehntätigen Festival 22 Filme aus 14 Ländern zu sehen. Festival-Leiterin Nicola Galliner freut sich besondern über den Besucherrekord: Immerhin besuchten 2500 Gäste die Vorstellungen. zu