16. Jahrgang Nr. 5 / 27. Mai 2016 | 19. Ijjar 5776

Herausforderungen im Blick

Der Geschäftsführer des Zentralrats, Daniel Botmann, wurde für fünf Jahre in seinem Amt bestätigt

Der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, Daniel Botmann, wurde vom Direktorium des Zentralrats für fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Botmann, von Beruf Rechtsanwalt, hatte die Position des Geschäftsführers im Frühjahr 2014 übernommen.
Nach seiner Wiederwahl erklärte Botmann gegenüber der „Zukunft“, in den vergangenen Jahren habe sich der Zentralrat zunehmend zu einem jüdischen Kompetenzzentrum entwickelt und wolle diesen Weg weitergehen. Die Herausforderungen, denen sich die Organisation bei der Vertretung jüdischer Interessen nach außen gegenübersehe, seien groß. In diesem Bereich habe der Zentralrat seine Aktivitäten um ein Vielfaches ausgebaut.
Mit Blick auf die jüdischen Gemeinden berichtete der Geschäftsführer von den verschiedenen Projekten des Zentralrats, die sich sowohl an die ältere Generation der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland als auch an jüngere Erwachsene und die Jugend richteten. So fördere der Zentralrat gegenwärtig rund 100 Integrationsprojekte, an denen vorwiegend ältere Gemeindemitglieder teilnähmen. Botmann verwies auch auf die intensive Bildungsarbeit des Zentralrats. Diese komme allen Altersgruppen zugute.
Zugleich betonte der Geschäftsführer des Zentralrats die Bedeutung von Projekten für die jüngere Generation. Solche Projekte stellten eine Investition in die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft dar. Der Zentralrat entwickle deshalb neue Programme, mit denen die Generation junger Eltern angesprochen und besser ins jüdische Leben eingebunden werden solle. Den größten Erfolg versprächen dabei Maßnahmen, mit denen Eltern über die Kinder einbezogen würden.
Botmann machte darauf aufmerksam, dass Angebote an die berufstätige Generation häufig beim Alter von 35 Jahren aufhörten. Es sei jedoch wichtig, Projekte auch für Gemeindemitglieder anzubieten, die dieses Alter überschritten hätten. Für diese Gruppe wolle sich der Zentralrat verstärkt engagieren.

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